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Der Supai ist der Meister der Spione. Er hegt und
pflegt das Spionagenetz seines Herren, der seine Spione oft gar nicht kennt.
Ihm untersteht auch die Spionageabwehr und er genießt das totale
Vertrauen seines Herrn. Der Supai hat keinen offiziellen rechtlichen Status,
solange er nicht in der Rolle des Supai auftritt. Wird einem Shogun
jedoch der
Supai eines anderen Shogun vorgestellt, behandelt
dieser ihn allerdings mit dem ihm gebührenden Respekt.
Das
besondere am Supai ist allerdings, daß er nicht nur ein hervorragender
Schauspieler und Spezialist im Spionagegeschäft ist, sondern auch
über ein oft ausgedehntes Netz von Spionen verfügt, die oft nur
er und sein Stellvertreter kennen. Diesen Stellvertreter nennt
man Supani und er bleibt solange ein normaler Spion
(oft im Hause seines Supai) wie der Supai lebt. Stirbt dieser, ist seine
erste offizielle Handlung sich vor seinem Shogun mit einem vorher verabredeten
Codewort zu legitimierten und seinen neuen Supani zu ernennen und ihn über
jeden einzelnen Spion seines Netzwerkes aufzuklähren. Erst
danach kann er sich den normalen Pflichten eines
Supai widmen.
Das besondere ist natürlich daß niemand
außer dem Supai den Supani kennt bis er aktiv wird.
CHARAKTERERSCHAFFUNG:
Ein Supai oder ein Supani sollten bei der Charaktererschaffung
über die Anzahl der Spione die ihnen unterstellt sind entscheiden.
Wie das abgeht, kann man in dem Kapitel Charaktererschaffung
nachlesen.
Ansonsten sollte der Spieler darauf achten, daß
der Supai in erster Linie ein Spion ist, und deshalb die Kunst der Schauspierei,
aber auch Menschenkenntnis und fast alle anderen Fertigkeiten in einem
gewissen maße trainiert haben muß um nicht aufzufallen, wenn
er in eine andere Rolle schlüpft.
Bei den Attributen sind alle, aber besonders Charisma
und Willenskraft von Wichtigkeit, da ein Supai in seiner Rolle überzeugen
können muß, aber nie unter Folter etwas über sein Spionagenetz
verrät.
DAS SPIELEN EINES SUPAI:
Ein Supai beherrscht die Kunst des Lügens
und des Betrugs, aber auch die Kunst diesen zu durchschauen. Er ist ein
Meisterhafter Spieler des Spiels des Rates und dient seinem Herren treu.
Einen Supai zu spielen sieht auf den ersten Blick zwar anspruchsvoll, aber
nicht schwierig aus.
Tatsächlich stellen sich dem Supai viele Fragen
der Ehre einfach nicht, und er befindet sich in einem Verhältnis zur
Ehre wie ein Shogun, er wird von den meisten Shogunen wie ein zumindest
sehr geschätzter Diener, wenn nicht als Gleichgestellter behandelt.
Der Supai berät seinen Herren, informiert ihn und warnt ihn.
Er ist nicht für sein Leben verantwortlich.
Stirbt der Herr des Hauses, unterstellt er seine Dienste dem nächsten.
Bei Spielbeginn muß ein Supai einen Shogun
wählen, dem er dient und wenn dieser nicht ebenfalls ein Spieler ist
hat der Supaispieler den schon bekannten Konflikt zwischen Pflichterfüllung
und Abenteuer auszutragen. Die Vorgeschichte eines Supai ist oft sehr simpel.
Er wurde früh vom alten Supai angesprochen und arbeitete von da an
als sein Spion, oft auf dem Gut seines Herrn ohne daß dieser etwas
davon mitbekam. Irgendwann, nach vielen geheimen Ausbildungen wurde er
Supani, und nach dem Tod des Supai wurde er Supai. Er muß am Spielbeginn
neben dem Shogun auch einen Supani unter seinen Spionen wählen. Ein
Supai, dessen Haus ausgelöscht wird, muß normalerweise ähnlich
wie die Grauen Krieger ehrlos durch die Welt wandeln
und kann nur unter extrem risikoreichen Dehnungen der Tradition wieder
in ein Haus aufgenommen werden. Das Spionagenetzwerk eines Supai tritt
mit der Zerstörung seines Hauses außer Kraft und löst sich
meist auf. Einen Supai OhneHaus zu spielen ist also möglich, er muß
allerdings auf
sein Spionagenetz verzichten.