DER MAGIER DES ERHABENEN WEGES
http://rivendell.fortunecity.com/nemesis/767/magier.htm Version 14-01-99
"Dem Erhabenen steht alles zu - auch die Verantwortung."
-Bushido, Kapitel 1, DER WEG

Früher einmal hatte die Versammlung der Magier das Monopol auf Magieanwendung jeder Art. Sie konnten über alles und jeden verfügen und ihre Macht war größer als die des Kaisers.
Das ist heute, im Zeitalter von privaten Magieschulen, nicht mehr so. Zwar sind die alten Privilegien der Erhabenen erhalten geblieben, aber das Monopol auf Magieanwendungen haben sie verloren. Von der anderen Seite des Spalts kamen neue Magier, freie Magier, die
Magieakademien aufbauten und dort für ein saftiges Endgelt Magier für die großen Häuser ausbildeten. Ein solcher, oft im Dienst eines Herren stehender Magier hat natürlich nicht die Rechte und Pflichten eines Erhabenen, sondern nimmt eine neue Stellung in der Gesellschaft ein.
Eine gewisse Verantwortung hat ein solcher Magier natürlich schon. So ist es, unter Androhung der Todesstrafe für jedes Mitglied des betreffenden Hauses oder jeden Verwanten bis in die siebte Generation, verboten Spalte in eine andere Welt zu öffnen. Auch andere Zaubereien wie große Beschwörungen und ähnliches sind unter Todesstrafe verboten und die Versammlung ist streng.
Fast jedes größere Haus hat einen oder zwei 'Hausmagier', die ihnen wie Bushi dienen und wie Samurai belohnt werden.
Das heißt aber nicht, daß Magieanwendung eine alltägliche Erscheinung ist. Im Gegenteil, die Anwendung von Magie ist ein äußerst seltenes Untefangen und bei dem gemeinen Volk löst sie oft Angst aus. Auch ist die Art und Weise der Tsurannischen Magie eine ganz andere als gewohnt. Sie beruht nicht auf Showeffekten, sondern wird meistens so wenig wie möglich sichtbar praktiziert, aus der typisch Tsurannischen Gewohnheit einem Feind nicht zu viel zu verraten.

CHARAKTERERSCHAFFUNG
Für weitere Akademie-Spezifische Modifikationen siehe Kapitel "MAGIE"
Bei den Attributen sollten Intelligenz, Wahrnemung und Willenskraft am höchsten sein, körperliche Attribute wie Stärke und Geshicklichkeit sind weniger wichtig. Bei den Fertigkeiten sollten folgende Fertigkeiten möglichst hoch sein: Lesen/Schreiben, Magiekunde, Geschichte, Etikette

DAS SPIELEN EINES MAGIERS
Einen Erhabenen zu spielen raten wir ab. Die Pflichten und Rechte zu spielen ist einfach zu schwer. Aber einen normalen Magier kann man spielen, auch wenn man darauf achtgeben sollte, daß nicht zuviele Magier in einer Gruppe sind und die Magie im Spiel nicht überhand nimm.
Überhaupt gilt für einen Zauberer das Gebot: zaubere so wenig wie möglich. Diejenigen die mit dem SAGA Magiesystem spielen tun das sowiso nicht. Die Zauberei sollte immer auf unsichtbare kleine Tricks beschränkt sein, und in Hinterzimmern und Magierlaboren durchgeführt werden. Der Magier der ständig mit Feuerbällen um sich schmeißt hat
eine nicht besonders lange Lebensdauer.
Warum? wird sich jetzt so manch einer fragen. Die Antwort: Konkurenz.
In Kelewan stehen die freien Magier miteinander in ständiger Konkurenz. Wenn ein Haus seinen Hausmagier verliert (mit oder ohne Hilfe von anderen Magiern) muß das Haus für magische Unternehmungen den Magier eines anderen Hauses oder einen freiberuflichen
OhneHaus für viel Geld anheuern, was ein Grund ist jeden Magier mit magischen oder weltlichen Mitteln ins Jenseits zu befördern. Unter freien OhneHaus-Magiern ist die Konkurenz sogar noch größer und da sie nicht über ein Haus als Schutz verfügen geben sie leichte Zielscheiben für Hausmagier ab, die potentiellen Nachwuchs auszuschalten versuchen.
Diese Kämpfe zuwischen Magiern finden nicht offen in einem Duell statt, da sonst der Überlebende von der Versammlung hingerichtet würde, sondern in Form von Intriegen, Gift und hinterhältigen magischen Tricks.
Also Magier, seid wachsam, vorsichtig und traut keinem!
Die Hintergrundgeschichte ist meist sehr banal und einfach. Ein Magier von einer freien Akademie hat dich bei einer Stippvisite herausgepickt weil du über gewisse Begabungen verfügst. Dann wurdest du in einer Akademie ausgebildet und schließlich von deinem Haus in Dienst gestellt,
nachdem sie deine Ausbilung bezahlt hatten. Dort wirst du geachtet, aber auch ein wenig gefürchtet, die Dienerschaft ist in deiner Gegenwart immer etwas nervös und dein Shogun sieht dich manchmal so seltsam an, wenn er glaub du würdest es nicht merken. Durch deine Kräft bist aber ein wertvolles Mitglied des Hauses und bekommst Privilegien und
Ehre.
Die Geschichte eines OhneHaus-Magier ist schwieriger. Entweder wurde sein Haus vernichtet und er wurde so OhneHaus, oder für ihn wollte niemand die Akademie bezahlen und anstatt eines entwürdigenden Lebens als Eigentum der Akademie ist er geflohen. Er ist zwar jetzt ein freier Mann, er war ja nie Sklave, aber er hat eine mächtige Akademie zum Feind, die versuchen wird ihn für seine Flucht zu fangen und zu töten.