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Früher einmal hatte die Versammlung der Magier
das Monopol auf Magieanwendung jeder Art. Sie konnten über alles und
jeden verfügen und ihre Macht war größer als die des Kaisers.
Das ist heute, im Zeitalter von privaten Magieschulen,
nicht mehr so. Zwar sind die alten Privilegien der Erhabenen erhalten geblieben,
aber das Monopol auf Magieanwendungen haben sie verloren. Von der anderen
Seite des Spalts kamen neue Magier, freie Magier, die
Magieakademien aufbauten und dort für ein
saftiges Endgelt Magier für die großen Häuser ausbildeten.
Ein solcher, oft im Dienst eines Herren stehender Magier hat natürlich
nicht die Rechte und Pflichten eines Erhabenen, sondern nimmt eine neue
Stellung in der Gesellschaft ein.
Eine gewisse Verantwortung hat ein solcher Magier
natürlich schon. So ist es, unter Androhung der Todesstrafe für
jedes Mitglied des betreffenden Hauses oder jeden Verwanten bis in die
siebte Generation, verboten Spalte in eine andere Welt zu öffnen.
Auch andere Zaubereien wie große Beschwörungen und ähnliches
sind unter Todesstrafe verboten und die Versammlung ist streng.
Fast jedes größere Haus hat einen oder
zwei 'Hausmagier', die ihnen wie Bushi dienen und
wie Samurai belohnt werden.
Das heißt aber nicht, daß Magieanwendung
eine alltägliche Erscheinung ist. Im Gegenteil, die Anwendung von
Magie ist ein äußerst seltenes Untefangen und bei dem gemeinen
Volk löst sie oft Angst aus. Auch ist die Art und Weise der Tsurannischen
Magie eine ganz andere als gewohnt. Sie beruht nicht auf Showeffekten,
sondern wird meistens so wenig wie möglich sichtbar praktiziert, aus
der typisch Tsurannischen Gewohnheit einem Feind nicht zu viel zu verraten.
CHARAKTERERSCHAFFUNG
Für weitere Akademie-Spezifische Modifikationen
siehe Kapitel "MAGIE"
Bei den Attributen sollten Intelligenz, Wahrnemung
und Willenskraft am höchsten sein, körperliche Attribute wie
Stärke und Geshicklichkeit sind weniger wichtig. Bei den Fertigkeiten
sollten folgende Fertigkeiten möglichst hoch sein: Lesen/Schreiben,
Magiekunde, Geschichte, Etikette
DAS SPIELEN EINES MAGIERS
Einen Erhabenen zu spielen raten wir ab. Die Pflichten
und Rechte zu spielen ist einfach zu schwer. Aber einen normalen Magier
kann man spielen, auch wenn man darauf achtgeben sollte, daß nicht
zuviele Magier in einer Gruppe sind und die Magie im Spiel nicht überhand
nimm.
Überhaupt gilt für einen Zauberer das
Gebot: zaubere so wenig wie möglich. Diejenigen die mit dem SAGA Magiesystem
spielen tun das sowiso nicht. Die Zauberei sollte immer auf unsichtbare
kleine Tricks beschränkt sein, und in Hinterzimmern und Magierlaboren
durchgeführt werden. Der Magier der ständig mit Feuerbällen
um sich schmeißt hat
eine nicht besonders lange Lebensdauer.
Warum? wird sich jetzt so manch einer fragen. Die
Antwort: Konkurenz.
In Kelewan stehen die freien Magier miteinander
in ständiger Konkurenz. Wenn ein Haus seinen Hausmagier verliert (mit
oder ohne Hilfe von anderen Magiern) muß das Haus für magische
Unternehmungen den Magier eines anderen Hauses oder einen freiberuflichen
OhneHaus für viel Geld anheuern, was ein Grund
ist jeden Magier mit magischen oder weltlichen Mitteln ins Jenseits zu
befördern. Unter freien OhneHaus-Magiern ist die Konkurenz sogar noch
größer und da sie nicht über ein Haus als Schutz verfügen
geben sie leichte Zielscheiben für Hausmagier ab, die potentiellen
Nachwuchs auszuschalten versuchen.
Diese Kämpfe zuwischen Magiern finden nicht
offen in einem Duell statt, da sonst der Überlebende von der Versammlung
hingerichtet würde, sondern in Form von Intriegen, Gift und hinterhältigen
magischen Tricks.
Also Magier, seid wachsam, vorsichtig und traut
keinem!
Die Hintergrundgeschichte ist meist sehr banal
und einfach. Ein Magier von einer freien Akademie hat dich bei einer Stippvisite
herausgepickt weil du über gewisse Begabungen verfügst. Dann
wurdest du in einer Akademie ausgebildet und schließlich von deinem
Haus in Dienst gestellt,
nachdem sie deine Ausbilung bezahlt hatten. Dort
wirst du geachtet, aber auch ein wenig gefürchtet, die Dienerschaft
ist in deiner Gegenwart immer etwas nervös und dein Shogun sieht dich
manchmal so seltsam an, wenn er glaub du würdest es nicht merken.
Durch deine Kräft bist aber ein wertvolles Mitglied des Hauses und
bekommst Privilegien und
Ehre.
Die Geschichte eines OhneHaus-Magier ist schwieriger.
Entweder wurde sein Haus vernichtet und er wurde so OhneHaus, oder für
ihn wollte niemand die Akademie bezahlen und anstatt eines entwürdigenden
Lebens als Eigentum der Akademie ist er geflohen. Er ist zwar jetzt ein
freier Mann, er war ja nie Sklave, aber er hat eine mächtige Akademie
zum Feind, die versuchen wird ihn für seine Flucht zu fangen und zu
töten.