Die Landschaft Kelewans
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Version
25-01-99
Der Planet
Der Planet Kelewan wird von seinen Bewohnern nicht
als solcher gesehen. Man glaubt dort noch es sei eine Welt ohne Ende.
Was den Planeten nicht von seiner Existenz abhält.
Kelewan umkreist eine Sonne die der unsrigen ungefähr gleicht, ihre
Masse beträgt 1.05 Sonnenmassen und ihr Spektrum ist leicht ins grünliche
verschoben.
Das Sonnensystem besteht aus fünf Planeten,
von denen Kelewan am zweitnächsten zur Sonne steht. Kein Planet ausser
Kelewan liegt in einem lebensermöglichenden Abstand zur Sonne.
Kelewan selber ist der Erde sehr ähnlich,
tatsächlich heisst Kelewan übersetzt "Heimat". Der Durchmesser
Kelewans ist ca. 1.2 mal so gross wie der Erddurchmesser, aber die durchschnittliche
Dichte ist niedriger und so ist die Masse nur geringfügig höher,
was zu einer Gravitation von ca. 0.98G führt. Aufgrund einer Anomalie
in der Entehungsgeschichte des Sonnensystems ist Kelewan arm an Metallen,
jedenfalls in den oberen Schichten (bis ca. 23km).
Der Planet wird von drei Kontinenten beherrscht
die durch grosse Meere getrennt sind.
Die gesammt im Kaiserreich bekannte Geschichte
spielt auf einem Kontinent, den sie in drei Kontinente unterteielt haben,
den Tsurannuanischen-, den Thurillianischen-
und den Durstai-Kontinent.
Der
Tsurannuanische-Kontinent
Der Tsurannuanische-Kontinent wird im Norden von
einem grossen Gebirge, dem Hohen Wall, zweigeteilt.
Die südliche Hälfte ist sehr warm und feucht, da ein Wind vom
Süd-Westlichen Meer Wärme und Wasser mit sich bringt. Die Regenwolken
regnen sich an dem Gebirge ab und das Wasser fliesst in grossen Flüssen
zum Meer.
Das führt aber dazu dass der nördliche
Teil kalte, trockene Luft abbekommet, weshalb hier kaum etwas wächst
und eine ewige Tundra herrscht, die weit im Norden in eine Eiswüste
übergeht.
Der
südliche Teil
Die Tsurannuanische Landschaft ist von Region zu
Region sehr verschieden. Am besten stellt man sich eine Chinesische Landschaft
voll stufenweise überschwemmter Thyzafelder, ein Korn das dem Reis
ähnelt, Wiesen die voll von kurzem, hartem und fast ausgetrocknet
wirkenden Gras das nur hier und da durch eine kleine Ansammlung von gedrungen
Bäumen unterbrochen wird. Im Frühling aber sprießt aus
diesen vertrockneten Flächen dann nach den großen Regenfällen
des recht milden Winters ein wahres Blumenmeer das von berühmten Poeten
schon in epischen Versen verewigt wurde. Dieser Zustand hält sich
dann ein, zwei Monate und es folgt ein langer, heißer Sommer in dem
jedes bißchen Wasser kostbar ist. Ein Herbst, wie er in nördlichen
Breiten üblich ist gibt es dort nicht, es folgt ledendlich eine etwa
drei Monate anhaltende Trockenperiode, die von einer einmonatigen, sinflutartigen
Regenzeit gefolgt wird, die die Landesweiten Wasserreservoirs wieder auffrischt.
Folgt man dieser Vorstellung, bekommt man in etwa
die durchschnittlichen Verhältnisse des Kaiserreich Tsuranuanni.
Die Sandalen lassen sich nur mit einem hörbaren
Schmatzen aus dem Schlamm der bewässerten Felder ziehen, während
der Abenteurer der es wagt offen auf der Kaiserlichen Straße oder
auf den Needra-Weiden zu reisen auf trockenem, fast ausgedörrtem Boden
wandelt und die feuchte Luft über den Thyza-Feldern, die den Bauern
so zu schaffen macht, als willkommene Abwechslung ansieht. Die Insekten
entwickeln sich, vor allem in den bewässerten Regionen, zu einer wahren
Plage. Wohlhabende lassen sich in Sänften tragen, die mit Vorhängen
umgeben sind, die Ungeziefer abhalten. Ob nun in einer Sänfte oder
zu Fuß durch die Thyza-Felder, dem Reisenden wird nicht gerade ein
Augenschmauß geliefert. Kilometerweit ändert sich die Landschaft
nicht, von dem monotonen auf und ab über die Hügel einmal abgesehen.
Dennoch gibt es auch hier, vor allem im Norden unterschiede, die ewige
Steppen, Wiesen und Felder werden dort von kleinen Wäldchen und Seen
unterbrochen, was das Reisen wesentlich angenehmer macht.
Von den Ebenen abgesehen, die sich fast monoton
dem oben beschrieben Bild gleichen, gibt es noch drei erwähnbare Regionen,
die
Wälder, den Hohen Wall und die Küstenregionen.
Die Wälder
Im Süden werden die hügeligen Ebenen
immer wieder von großen, alten Waldgebieten unterbrochen, die ihr
eigenes Aussehen und Klima haben. Solche großen Wälder sind
hauptsächlich an Flüssen oder in feuchten, fast sumpfigen Gebieten
angesiedelt, was das Land dort sehr wertvoll macht und leider auch zu starken
Abholzungen und damit immer weiter zur Zerstörung der majestätischen
Wälder führen.
Diese feuchten Gebiete im Süden bescheren
den Wäldern ein ganz anderes Klima. Von den Hochgebirgswäldern
einmal abgesehen herrscht in den Tieflandwäldern eine feuchte Hitze
vor, die bei vielen Neuankömmlingen erst einmal zu starken Schweißausbrüchen
und häufig zu Erkrankung und Schwächeanfällen führt.
Die Flora ist dementsprechend. Die am Rande noch
sehr kleinen typischen Tsuranni-Bäume werden schon nach einer halben
Stunde Fußmarsch zu 30 Meter hohen Bäumen, nach einer Stunde
erreichen sie sogar die Höhe von 60 Metern. Es gibt im großen
und ganzen drei Baum-Ebenen: Die 60 Meter großen Bäume stehen
in einem Abstand von etwa 20 Metern und verdecken den großen Teil
des Himmels mit ihren gewaltigen, pilzförmigen Blätterdächern.
Die zweite Ebene bildet sich aus etwa 10 Meter großen gedrungenen
Bäumen, die in einem Abstand von einem bis fünf Metern zueinander
um das wenige, übrigbleibende Sonnenlicht konkurrieren. Die dritte
und letzte Ebene ist auf dem Boden angesiedelt und umfaßt das Unterholz
bis zu etwa zwei Meter großen Bäumen. Diese sind vereinzelt
und bilden sich vor allem auf Lichtungen, die durch einen gestürzten
Giganten geschaffen wurden und noch nicht durch neue Bäume der ersten
oder zweiten Ebene ersetzt wurden.
Durch diese Lichtfilterung der ersten beiden Ebenen
ist es auf dem Boden, auf dem sich die Abenteurer hauptsächlich bewegen
werden, besonders dunkel. Man kann die Helligkeit am Mittag etwa mit dem
Licht der untergegangenen Sonne, die noch die Atmosphäre erleuchtet
vergleichen.
Der Boden ist allenfalls mit Moos und kurzem, struppigen
Gras bedeckt und oft feucht und moorig. Diese feuchten, sumpfige Beschaffenheit
ist durch die wenige Verdunstung, aber auch durch die vielen natürlichen
Quellen bedingt, die man in diesem Gebiet antreffen kann. Folglich sind
diese Gebiete von vielen kleinen Rinnsalen durchzogen, die über kurz
oder lang in einen größeren Fluß münden.
Zivilisation ist in diesen Wäldern kaum anzutreffen.
Die Randgebiete sind allerdings stark von ländlichen Siedlungen durchzogen,
die sich die große Feuchtigkeit zum Anbau von Thyza-Korn zugute kommen
lassen. Außerdem wird immer mehr Wald urbar gemacht und weitreichende
Felder angelegt. Diese Praxis hat sich, obwohl sie nach einigen Jahrzehnten
zur Verödung der neugewonnen Landes führt, vor allem in der Gegend
Jamar-Ontoset-Seran durchgesetzt, die einst fast alle von Wald umgeben
waren. Die letzten beiden Städte verdanken dieser Politik ihre wichtigen
Handelsbeziehungen und fast ihre gesamten Einnahmen.
Eine unerträgliche Hitze und Feuchtigkeit
in der Luft, ständige Angst auf eine giftige Schlange zu treten oder
von einem totbringenden Insekt gestochen zu werden mögen die realistischen
Gefühle sein, die ein Reisender beim durchqueren der Waldgebiete verspürt.
Ein Ortskundiger mag allerdings die hoheitsvollen Baumriesen bewundern,
die am Boden einen Umfang von Teilweise fünf Metern haben. Auch gibt
es für den Kundigen ein Öl, das die meisten Insekten abhält,
die es hier im Übermaß gibt.
Im Norden ist es in den Wäldern nicht so heiß,
sie sind kleiner und weniger tötliches Getier kriecht über den
Boden. Auch ist fehlt die erste Ebene, statt dessen gibt es viel Unterholz
und Büsche, die das Reisen sehr erschwehren.
Langsam schob sich die Karawane durch den angenem
kühlen von Baumkrohnen überdachten Weg durch den grossen Wald
von Coltari. Die Vögel zwitscherten und Shogun Hotai von den Sinda
dachte wehmütig an sein Sommerhaus im Hohen Wall zurück und an
seine Konkubine Almorella, die inzwischen dort im vierten Monat schwanger
sein müsste. Tief sog er noch einmal die süsse Luft ein und genoss
den Frieden des Waldes, bis er sich wieder über die Beriche seines
Supai über die Inriegen der Anasati beugte.
Der Hohe
Wall
Der Hohe Wall durchzieht den gesamten Tsurannischen
Kontinent und bildet zugleich die nördliche Grenze des Kaiserreichs
Tsuranuanni. Der Gebirgswall ist an den meisten Stellen etwa 3000 Meter
hoch ist, die höchsten Berge erreichen eine Höhe von 8000 und
mehr Metern.
Die dahinter liegende Thunische Tundra ist ein
kahles, kaltes Land, das von den warmen Süd-West-Winden durch den
Hohen Wall abgeschnitten wird, an dem sich auch die Wolken ausregnen, so
daß dort kaum etwas anderes wächst als Flechten, Moose und spärliche
Schachtelhalme. Die dort sehr weit verstreut lebenden Nomaden ernähren
sich hauptsächlich von den Needra ähnlichen Rindern die sie in
einer ewigen Wanderung vor sich her treiben. Weiter im Norden wird dieses
scheinbar nicht enden wollende Land immer kälter und verwandelt sich
schließlich in eine Eis-Wüste, von der viele anerkannte Forscher
sagen, sie würde das Ende der Welt markieren. Wenige Tsurannische
Forscher zieht es in diese abgelegene und im Volksmund verfluchte Region,
da sie nicht nur eintönig ist, sondern auch wirtschaftlich keinen
Wert besitzt, wurde eine Eroberung nie in Erwägung gezogen und dies
wird wohl auch nie der Fall sein.
Der Hohe Wall selbst ist ein kahles Hochgebirge.
Selbst auf den niedrigen Bergen wächst im wahrsten Sinne des Wortes
nichts, abgesehen von ein paar Moosen und Flechten. Auf der Südlichen
Seite, die sehr gut mit Regen versorgt ist, und auf der die meisten Flüsse
des Turannischen Kontinents, zusammen mit dem großen See um die Stadt
der Zauberer, entspringen, ist dagegen mit spärlichen bis dichten,
trockenen Nadelwäldern bewaldet und wird von ein paar Bergbauern und
im Bereich Silmani auch von dem hohen Haus Shinzawei besiedelt. Diese Seite
hat, genau wie das Land davor, ein ausgesprochen kühles Klima, das
von vielen Niederschlägen gesegnet ist. Diese Region, die vor allem
im Sommer sehr beliebt ist, besitzt eine um etwa zwei Wochen verlängerte
Regenzeit und einen um etwa um einen Monat verschobenen Sommer, der die
Trockenperiode erheblich verkürzt.
Genau dieser Teil der Hohen Walls ist deshalb such
dicht besiedelt und vor allem mit kleinen Sommerresidenzen überfüllt.
Der Bereich um Silmani wird von den Shinzawei kontrolliert, aber sonst
besitzt fast jedes größere Haus ein oder zwei Anwesen, die großen
oft sogar ein paar Provinzen am Hohen Wall.
Die Landschaft ist rauh und schroff, genau wie
die Menschen hier. Weit oben auf den Bergen sind die Menschen noch so urtümlich
und ungeschliffen daß es schon fast an unehrenhaftes Verhalten grenzt.
Weiter am Fuß der riesigen Berge aber ist die Kultur zuhause. Hier
kann man auf eine vielzahl Shogune aus den unterschiedlichsten Häusern
treffen, und für Poeten, Künstler und Tänzerinnen ist hier
der Nabel der Welt. Die größte Metropole der Kunst und der Kultur
ist Kentosani, die heilige Stadt. In der prunkvoll eingerichteten und großzügig
konzipierten Stadt findet man an jeder Straßenecke Künstler
und Musik. Kurz gesagt: wer etwas auf sich hält kommt im Sommer oder
am Geburtstag des Kaisers nach Kentosani und an den Fuß des Hohen
Walls um dem Vergnügen zu fröhnen - und hinterhältige Intriegen
zu schmieden.
Die Küstenregion
Die Küstenregion umfaßt die gesamte
südliche Küstenregion des Tsurannischen Kontinents und Teile
der Thurilianischen Küste. Das Klima dort ist von einer schwülen
Hitze geprägt, die von den verdunstenden Wassermassen des Meeres
herrührt. Die Flora ist dementsprechend üppiger. Die oft sandigen
Strände münden meist in fruchtbare Landschaften, die vor allem
in der Nähe der ins Meer mündenden Flüsse eine unglaubliche
Artenvielfalt hervorbringen. Die Bereiche hoher Fruchtbarkeit sind oft
unbewohnbare Sumpfgebiete, in denen die Keetha-Bäume wachsen, die
die Harzproduktion des gesamten Tsuranuannischen Reiches übernehmen.
Dieser wichtige Wirtschaftszweig wird von allen Häusern, aber vor
allem durch die Xacatecas und den Neshska, betrieben, die dort viele Sklaven
auf Plantagen arbeiten lassen. Die dortige Sklavensterberat ist die höchste
in der gesamten bekannten Welt.
Die übrige Bevölkerung ernährt sich
deshalb hauptsächlich vom Fischen und von der Salzprodunktion. Viele
kleine Fischerdörfer konzentrieren sich vor allem um die großen
Handelsstädte, die dank ihres Meerzugangs zu wahren Handelsgiganten
herangewachsen sind. Vor allem Holan-Qu dominiert den Südlichen Handelsmarkt.
In diese südlichen Städten leben vor
allem freie Händler Ohne Haus, die durch den Übersee-Handel ein
Vermögen gemacht haben, aber auch ein Großteil der Hauslosen
Unterschicht, weshalb die südlichen Städte einen verruchten Ruf
haben und das teilweise zurecht. Vor allem Holan-Qu und Jamar machen diesem
Klischee alle Ehre.
Schmutz, Verbrechen und billige Sklaven an jeder
Ecke. Daß sind die ersten (und wenn man Pech hat auch letzten) Eindrücke
von Holan-Qu, sowie fast aller Südländischen Städte. Hier
wird allen Lastern gefröhnt und die hohe Kriminalität läßt
sich gut für das Spiel des Rates ausnutzen, und das wird sie auch.
Etwa ein drittel der Einwohner Holan-Qus und der umliegenden Städte
sind OhneHaus, was sie nicht nur zu hervorragenden Tubleshootern macht,
sondern auch jährlich einen hohen Teil der Sklaven des Tsuranuannischen
Kaiserreichs rekrutiert.
Die umliegenden Dörfer jedoch sind ländliche
Idylle pur. Die hier lebenden Freien dienen ihrem Shogun treu und ehrenvoll
und kommen in ihrem oft kurzen Leben aus ihren Dörfern nicht heraus.
Ein Vorteil hat das Seeklima allerdings - die sonst allgegenwärtigen
Insekten werden hier, dierekt am Meer, weitgehend vertrieben, was diese
Region zu einem beliebten Kurort für ältere Shogune und ihre
Frauen macht.
Der
Thurillianische Kontinent
Der Thurillianische Kontinent ist wesendlich grösser
als das den meisten Menschen bewusst ist. Er erstreckt sich östlich
weit über die Kartengrenze hinaus und macht den eigendlichen Grossteil
des Kontinents aus. Bekannt ist davon aber im Kaiserreich nichts, und es
wird wohl auch noch weiter relativ unbekannt sein, da die dort lebenden
Thurillianer und Cho-ja jeden Fremden an der Durchreise hindern. Der bekannte
Teil des Kontinents (der ihm auch seinen Namen gab) ist das Hochland von
Thuril.
Das
Hochland von Thuril
Das Hochland von Thuril umfasst die gesamten westlichen
bergigen Regionen auf dem Thurilischen Kontinent sowie das Gebiet Südlich
davon. Ledendlich die Regionen Honshoni und Sweto sind davon ausgenommen,
da dort eher ein Küstenregion ähnliches Klima
vorherrscht. Durch die Berge, die durchschnittlich 2000 Meter über
dem Meeresspiegel liegen, hat das Hochland trotz seiner südlichen
Lage ein angenehm mildes Klima. Von der Umgebung etwa mit Tibet und den
Chinesischen Hochland-Regionen vergleichbar ist das Klima dort trocken
und kühl. Durch diese Temperaturen bedingt ist diese Region größtenteils
von mit Laub- und Nadelbäumen bewaldeten Hängen und Bergwiesen,
die im Frühling in saftigem Grün stehen, geprägt. Diese
Landschaft ist extrem bergig und immer wieder von bis zu 9000 Meter hohen
Bergen unterbrochen.
Die Bevölkerung (siehe Konföderation
von Thuril, und Die Thurilliander)
lebt in kleinen, unabhängigen Dorfgemeinschaften die im Süden
sogar schon Städtecharakter annehmen
und dort regen Handel vor allem mit Brigani treiben.
Die felsige Umgebung und die vielen Schluchten
machen es den Thurillianischen Wiederstandskämpfern sehr leicht gegen
die auf eine offene Feldschlacht in übersichtlichen Gelände konzipierten
Kaiserlich Turanuannischen Truppen anzugehen, so daß diese sich schon
nach kurzer Zeit aus diesem Gebiet zurückziehen mußten.
"Kühle, angenehm duftende Brisen durchziehen
die schluchtigen Berge, ein paar Thurillianer treiben ein paar Needra-ähnliche
Lastentiere vor sich her und über allem liegt ein Hauch von Freiheit."
Tatsächlich stammen diese poetischen Worte
vom Dichter Than Chu vom Hause Shinzawei und wurden nach seinem ehrenhaften
Selbstmord nie veröffendlicht. Aber tatsächlich kann man den
"Hauch von Freiheit" bei den hier lebenden Menschen spüren, die sich
nie dem Kaiserreich gebeugt haben. Diese Menschen sind hochgewachsene,
stolze, aber auch etwas unzivilisiert wirkende Menschen, die den Ehrbegriff
der Tsurannis oft nicht verstehen, obwohl sie über einen ebenso strengen,
aber gänzlich anderen verfügen. In den heute herrschenden
Kriegszeiten ist dieser Ehrbegriff allerdings weitgehend aus den Köpfen
der Bevölkerung verschwunden, die zum großen Teil aus Widerstandskämpfern
und Partisanen besteht. Heute werden die Ehrenregeln, anders als im Tsuranuannischen
Kaiserreich etwas freier und praktischer ausgelegt. Die allgegenwärtigen
Insekten reduzieren sich hier auf ein erträgliches Maß, was
Thuril zu einem angenehmen Wohnort machen würde - wäre es nicht
so schwer zu erobern...
Der Dustari-Kontinent
Im Gebiet Dustari, das die gesamte nördliche
Küstenregion des Südlichen Kontinents einnimmt, ist es unglaublich
heiß. Die Wälder die dort existieren
sind reine Urwälder und noch kaum erforscht. Die Besiedlung beschränkt
sich im großen und ganzen auf Ilama, Brigani und die Küste.
Das restliche Land ist zwar an den Flüssen halbwegs fruchtbar und
auch bewohnt, im großen und ganzen aber eine weite Steppe, und
wird nur von abenteuerlustigen Jungadligen und Forschern durchzogen, und
die einzige einheimische intelligente Spezies sind die Leguan ähnlichen,
halbintelligenten Lenchus, die bis heute
noch als Tiere gelten und mit denen jeder Komunikationsversuch fehlgeschlagen
ist. Einer der Interessanesten Orte dieser Region ist wohl die Ruinenstadt
Banganok, die von einer vergangenen Hochkultur übriggeblieben sein
muß. Ob diese Menschlich war, mag man allerdings bezweifeln, wenn
man die hohen, in seltsamen Winkeln zueinander stehenden alten Häuserruinen
sieht. Diese mit seltsamen Schriftzeichen versehene Stadt ist immer wieder
Anzugspunkt für Abenteurer, obwohl dort selten irgendwelche Schätze
oder ähnliches gefunden werden. Heutzutage wird sie allerdings kaum
noch besucht, da der Mangel an Erfolgen, und vor allem das unheimliche
Gefühl das dort alles ein bißchen falsch ist, den Großteil
der abenteuerlustigen Jungadligen zu lohnenderen Zielen lockt.
Hinter einem Gebirge, das von der Größe
her mit dem Hohen Wall konkurrieren kann, liegt Tsubar, das verlorene Land,
eine Region die hauptsächlich aus Wüste besteht. In dieser Wüste
leben aber unbegreiflicherweise Menschen. Die
Wüstenbewohner sind kleine zähe Menschen, die ihre eigene
Kultur und Lebensweise haben. Seit die Häuser Acoma und Xacatecas
im Jahre 4114 einen Vertrag mit ihnen schlossen leben die beiden Völker
in Frieden, es gibt sogar eine Handelstadt in den Bergen.
Niemand konnte bisher diese Wüste durchqueren,
und so wird von den Tsuraischen Forschern angenommen, das diese Wüste
das südliche Ende der Welt markieren würde.
Hitze, menschenleere, vertrocknete Landstriche
und überall diese ekligen Echsen. Der Poet Fin-Fa vom Hause Anasati
schrieb:
"Ein Land so kahl und leer,
so trostlos schal,
so unerträglich heiß und staubig,
von so seltsamen und todbringenden Kreaturen
bewohnt,
wahrlich ein Vorort der Hölle."
Dem ist nichts hinzuzufügen.