Die Landschaft Kelewans
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Der Planet
Der Planet Kelewan wird von seinen Bewohnern nicht als solcher gesehen. Man glaubt dort noch es sei eine Welt ohne Ende.
Was den Planeten nicht von seiner Existenz abhält. Kelewan umkreist eine Sonne die der unsrigen ungefähr gleicht, ihre Masse beträgt 1.05 Sonnenmassen und ihr Spektrum ist leicht ins grünliche verschoben.
Das Sonnensystem besteht aus fünf Planeten, von denen Kelewan am zweitnächsten zur Sonne steht. Kein Planet ausser Kelewan liegt in einem lebensermöglichenden Abstand zur Sonne.
Kelewan selber ist der Erde sehr ähnlich, tatsächlich heisst Kelewan übersetzt "Heimat". Der Durchmesser Kelewans ist ca. 1.2 mal so gross wie der Erddurchmesser, aber die durchschnittliche Dichte ist niedriger und so ist die Masse nur geringfügig höher, was zu einer Gravitation von ca. 0.98G führt. Aufgrund einer Anomalie in der Entehungsgeschichte des Sonnensystems ist Kelewan arm an Metallen, jedenfalls in den oberen Schichten (bis ca. 23km).
Der Planet wird von drei Kontinenten beherrscht die durch grosse Meere getrennt sind.
Die gesammt im Kaiserreich bekannte Geschichte spielt auf einem Kontinent, den sie in drei Kontinente unterteielt haben, den Tsurannuanischen-, den Thurillianischen- und den Durstai-Kontinent.

Der Tsurannuanische-Kontinent
Der Tsurannuanische-Kontinent wird im Norden von einem grossen Gebirge, dem Hohen Wall, zweigeteilt. Die südliche Hälfte ist sehr warm und feucht, da ein Wind vom Süd-Westlichen Meer Wärme und Wasser mit sich bringt. Die Regenwolken regnen sich an dem Gebirge ab und das Wasser fliesst in grossen Flüssen zum Meer.
Das führt aber dazu dass der nördliche Teil kalte, trockene Luft abbekommet, weshalb hier kaum etwas wächst und eine ewige Tundra herrscht, die weit im Norden in eine Eiswüste übergeht.
Der südliche Teil
Die Tsurannuanische Landschaft ist von Region zu Region sehr verschieden. Am besten stellt man sich eine Chinesische Landschaft voll stufenweise überschwemmter Thyzafelder, ein Korn das dem Reis ähnelt, Wiesen die voll von kurzem, hartem und fast ausgetrocknet wirkenden Gras das nur hier und da durch eine kleine Ansammlung von gedrungen Bäumen unterbrochen wird. Im Frühling aber sprießt aus diesen vertrockneten Flächen dann nach den großen Regenfällen des recht milden Winters ein wahres Blumenmeer das von berühmten Poeten schon in epischen Versen verewigt wurde. Dieser Zustand hält sich dann ein, zwei Monate und es folgt ein langer, heißer Sommer in dem jedes bißchen Wasser kostbar ist. Ein Herbst, wie er in nördlichen Breiten üblich ist gibt es dort nicht, es folgt ledendlich eine etwa drei Monate anhaltende Trockenperiode, die von einer einmonatigen, sinflutartigen Regenzeit gefolgt wird, die die Landesweiten Wasserreservoirs wieder auffrischt.
Folgt man dieser Vorstellung, bekommt man in etwa die durchschnittlichen Verhältnisse des Kaiserreich Tsuranuanni.
Die Sandalen lassen sich nur mit einem hörbaren Schmatzen aus dem Schlamm der bewässerten Felder ziehen, während der Abenteurer der es wagt offen auf der Kaiserlichen Straße oder auf den Needra-Weiden zu reisen auf trockenem, fast ausgedörrtem Boden wandelt und die feuchte Luft über den Thyza-Feldern, die den Bauern so zu schaffen macht, als willkommene Abwechslung ansieht. Die Insekten entwickeln sich, vor allem in den bewässerten Regionen, zu einer wahren Plage. Wohlhabende lassen sich in Sänften tragen, die mit Vorhängen umgeben sind, die Ungeziefer abhalten. Ob nun in einer Sänfte oder zu Fuß durch die Thyza-Felder, dem Reisenden wird nicht gerade ein Augenschmauß geliefert. Kilometerweit ändert sich die Landschaft nicht, von dem monotonen auf und ab über die Hügel einmal abgesehen. Dennoch gibt es auch hier, vor allem im Norden unterschiede, die ewige Steppen, Wiesen und Felder werden dort von kleinen Wäldchen und Seen unterbrochen, was das Reisen wesentlich angenehmer macht.
Von den Ebenen abgesehen, die sich fast monoton dem oben beschrieben Bild gleichen, gibt es noch drei erwähnbare Regionen, die Wälder, den Hohen Wall und die Küstenregionen.
Die Wälder
Im Süden werden die hügeligen Ebenen immer wieder von großen, alten Waldgebieten unterbrochen, die ihr eigenes Aussehen und Klima haben. Solche großen Wälder sind hauptsächlich an Flüssen oder in feuchten, fast sumpfigen Gebieten angesiedelt, was das Land dort sehr wertvoll macht und leider auch zu starken Abholzungen und damit immer weiter zur Zerstörung der majestätischen Wälder führen.
Diese feuchten Gebiete im Süden bescheren den Wäldern ein ganz anderes Klima. Von den Hochgebirgswäldern einmal abgesehen herrscht in den Tieflandwäldern eine feuchte Hitze vor, die bei vielen Neuankömmlingen erst einmal zu starken Schweißausbrüchen und häufig zu Erkrankung und Schwächeanfällen führt.
Die Flora ist dementsprechend. Die am Rande noch sehr kleinen typischen Tsuranni-Bäume werden schon nach einer halben Stunde Fußmarsch zu 30 Meter hohen Bäumen, nach einer Stunde erreichen sie sogar die Höhe von 60 Metern. Es gibt im großen und ganzen drei Baum-Ebenen: Die 60 Meter großen Bäume stehen in einem Abstand von etwa 20 Metern und verdecken den großen Teil des Himmels mit ihren gewaltigen, pilzförmigen Blätterdächern. Die zweite Ebene bildet sich aus etwa 10 Meter großen gedrungenen Bäumen, die in einem Abstand von einem bis fünf Metern zueinander um das wenige, übrigbleibende Sonnenlicht konkurrieren. Die dritte und letzte Ebene ist auf dem Boden angesiedelt und umfaßt das Unterholz bis zu etwa zwei Meter großen Bäumen. Diese sind vereinzelt und bilden sich vor allem auf Lichtungen, die durch einen gestürzten Giganten geschaffen wurden und noch nicht durch neue Bäume der ersten oder zweiten Ebene ersetzt wurden.
Durch diese Lichtfilterung der ersten beiden Ebenen ist es auf dem Boden, auf dem sich die Abenteurer hauptsächlich bewegen werden, besonders dunkel. Man kann die Helligkeit am Mittag etwa mit dem Licht der untergegangenen Sonne, die noch die Atmosphäre erleuchtet vergleichen.
Der Boden ist allenfalls mit Moos und kurzem, struppigen Gras bedeckt und oft feucht und moorig. Diese feuchten, sumpfige Beschaffenheit ist durch die wenige Verdunstung, aber auch durch die vielen natürlichen Quellen bedingt, die man in diesem Gebiet antreffen kann. Folglich sind diese Gebiete von vielen kleinen Rinnsalen durchzogen, die über kurz oder lang in einen größeren Fluß münden.
Zivilisation ist in diesen Wäldern kaum anzutreffen. Die Randgebiete sind allerdings stark von ländlichen Siedlungen durchzogen, die sich die große Feuchtigkeit zum Anbau von Thyza-Korn zugute kommen lassen. Außerdem wird immer mehr Wald urbar gemacht und weitreichende Felder angelegt. Diese Praxis hat sich, obwohl sie nach einigen Jahrzehnten zur Verödung der neugewonnen Landes führt, vor allem in der Gegend Jamar-Ontoset-Seran durchgesetzt, die einst fast alle von Wald umgeben waren. Die letzten beiden Städte verdanken dieser Politik ihre wichtigen Handelsbeziehungen und fast ihre gesamten Einnahmen.
Eine unerträgliche Hitze und Feuchtigkeit in der Luft, ständige Angst auf eine giftige Schlange zu treten oder von einem totbringenden Insekt gestochen zu werden mögen die realistischen Gefühle sein, die ein Reisender beim durchqueren der Waldgebiete verspürt. Ein Ortskundiger mag allerdings die hoheitsvollen Baumriesen bewundern, die am Boden einen Umfang von Teilweise fünf Metern haben. Auch gibt es für den Kundigen ein Öl, das die meisten Insekten abhält, die es hier im Übermaß gibt.
Im Norden ist es in den Wäldern nicht so heiß, sie sind kleiner und weniger tötliches Getier kriecht über den Boden. Auch ist fehlt die erste Ebene, statt dessen gibt es viel Unterholz und Büsche, die das Reisen sehr erschwehren.
Langsam schob sich die Karawane durch den angenem kühlen von Baumkrohnen überdachten Weg durch den grossen Wald von Coltari. Die Vögel zwitscherten und Shogun Hotai von den Sinda dachte wehmütig an sein Sommerhaus im Hohen Wall zurück und an seine Konkubine Almorella, die inzwischen dort im vierten Monat schwanger sein müsste. Tief sog er noch einmal die süsse Luft ein und genoss den Frieden des Waldes, bis er sich wieder über die Beriche seines Supai über die Inriegen der Anasati beugte.
Der Hohe Wall
Der Hohe Wall durchzieht den gesamten Tsurannischen Kontinent und bildet zugleich die nördliche Grenze des Kaiserreichs Tsuranuanni. Der Gebirgswall ist an den meisten Stellen etwa 3000 Meter hoch ist, die höchsten Berge erreichen eine Höhe von 8000 und mehr Metern.

Die dahinter liegende Thunische Tundra ist ein kahles, kaltes Land, das von den warmen Süd-West-Winden durch den Hohen Wall abgeschnitten wird, an dem sich auch die Wolken ausregnen, so daß dort kaum etwas anderes wächst als Flechten, Moose und spärliche Schachtelhalme. Die dort sehr weit verstreut lebenden Nomaden ernähren sich hauptsächlich von den Needra ähnlichen Rindern die sie in einer ewigen Wanderung vor sich her treiben. Weiter im Norden wird dieses scheinbar nicht enden wollende Land immer kälter und verwandelt sich schließlich in eine Eis-Wüste, von der viele anerkannte Forscher sagen, sie würde das Ende der Welt markieren. Wenige Tsurannische Forscher zieht es in diese abgelegene und im Volksmund verfluchte Region, da sie nicht nur eintönig ist, sondern auch wirtschaftlich keinen Wert besitzt, wurde eine Eroberung nie in Erwägung gezogen und dies wird wohl auch nie der Fall sein.
Der Hohe Wall selbst ist ein kahles Hochgebirge. Selbst auf den niedrigen Bergen wächst im wahrsten Sinne des Wortes nichts, abgesehen von ein paar Moosen und Flechten. Auf der Südlichen Seite, die sehr gut mit Regen versorgt ist, und auf der die meisten Flüsse des Turannischen Kontinents, zusammen mit dem großen See um die Stadt der Zauberer, entspringen, ist dagegen mit spärlichen bis dichten, trockenen Nadelwäldern bewaldet und wird von ein paar Bergbauern und im Bereich Silmani auch von dem hohen Haus Shinzawei besiedelt. Diese Seite hat, genau wie das Land davor, ein ausgesprochen kühles Klima, das von vielen Niederschlägen gesegnet ist. Diese Region, die vor allem im Sommer sehr beliebt ist, besitzt eine um etwa zwei Wochen verlängerte Regenzeit und einen um etwa um einen Monat verschobenen Sommer, der die Trockenperiode erheblich verkürzt.
Genau dieser Teil der Hohen Walls ist deshalb such dicht besiedelt und vor allem mit kleinen Sommerresidenzen überfüllt. Der Bereich um Silmani wird von den Shinzawei kontrolliert, aber sonst besitzt fast jedes größere Haus ein oder zwei Anwesen, die großen oft sogar ein paar Provinzen am Hohen Wall.
Die Landschaft ist rauh und schroff, genau wie die Menschen hier. Weit oben auf den Bergen sind die Menschen noch so urtümlich und ungeschliffen daß es schon fast an unehrenhaftes Verhalten grenzt. Weiter am Fuß der riesigen Berge aber ist die Kultur zuhause. Hier kann man auf eine vielzahl Shogune aus den unterschiedlichsten Häusern treffen, und für Poeten, Künstler und Tänzerinnen ist hier der Nabel der Welt. Die größte Metropole der Kunst und der Kultur ist Kentosani, die heilige Stadt. In der prunkvoll eingerichteten und großzügig konzipierten Stadt findet man an jeder Straßenecke Künstler und Musik. Kurz gesagt: wer etwas auf sich hält kommt im Sommer oder am Geburtstag des Kaisers nach Kentosani und an den Fuß des Hohen Walls um dem Vergnügen zu fröhnen - und hinterhältige Intriegen zu schmieden.
Die Küstenregion
Die Küstenregion umfaßt die gesamte südliche Küstenregion des Tsurannischen Kontinents und Teile der Thurilianischen Küste. Das Klima dort ist von einer schwülen Hitze geprägt, die von den verdunstenden Wassermassen des Meeres  herrührt. Die Flora ist dementsprechend üppiger. Die oft sandigen Strände münden meist in fruchtbare Landschaften, die vor allem in der Nähe der ins Meer mündenden Flüsse eine unglaubliche Artenvielfalt hervorbringen. Die Bereiche hoher Fruchtbarkeit sind oft unbewohnbare Sumpfgebiete, in denen die Keetha-Bäume wachsen, die die Harzproduktion des gesamten Tsuranuannischen Reiches übernehmen. Dieser wichtige Wirtschaftszweig wird von allen Häusern, aber vor allem durch die Xacatecas und den Neshska, betrieben, die dort viele Sklaven auf Plantagen arbeiten lassen. Die dortige Sklavensterberat ist die höchste in der gesamten bekannten Welt.
Die übrige Bevölkerung ernährt sich deshalb hauptsächlich vom Fischen und von der Salzprodunktion. Viele kleine Fischerdörfer konzentrieren sich vor allem um die großen Handelsstädte, die dank ihres Meerzugangs zu wahren Handelsgiganten herangewachsen sind. Vor allem Holan-Qu dominiert den Südlichen Handelsmarkt.
In diese südlichen Städten leben vor allem freie Händler Ohne Haus, die durch den Übersee-Handel ein Vermögen gemacht haben, aber auch ein Großteil der Hauslosen Unterschicht, weshalb die südlichen Städte einen verruchten Ruf haben und das teilweise zurecht. Vor allem Holan-Qu und Jamar machen diesem Klischee alle Ehre.
Schmutz, Verbrechen und billige Sklaven an jeder Ecke. Daß sind die ersten (und wenn man Pech hat auch letzten) Eindrücke von Holan-Qu, sowie fast aller Südländischen Städte. Hier wird allen Lastern gefröhnt und die hohe Kriminalität läßt sich gut für das Spiel des Rates ausnutzen, und das wird sie auch. Etwa ein drittel der Einwohner Holan-Qus und der umliegenden Städte sind OhneHaus, was sie nicht nur zu hervorragenden Tubleshootern macht, sondern auch jährlich einen hohen Teil der Sklaven des Tsuranuannischen Kaiserreichs rekrutiert.
Die umliegenden Dörfer jedoch sind ländliche Idylle pur. Die hier lebenden Freien dienen ihrem Shogun treu und ehrenvoll und kommen in ihrem oft kurzen Leben aus ihren Dörfern nicht heraus. Ein Vorteil hat das Seeklima allerdings - die sonst allgegenwärtigen Insekten werden hier, dierekt am Meer, weitgehend vertrieben, was diese Region zu einem beliebten Kurort für ältere Shogune und ihre Frauen macht.
Der Thurillianische Kontinent
Der Thurillianische Kontinent ist wesendlich grösser als das den meisten Menschen bewusst ist. Er erstreckt sich östlich weit über die Kartengrenze hinaus und macht den eigendlichen Grossteil des Kontinents aus. Bekannt ist davon aber im Kaiserreich nichts, und es wird wohl auch noch weiter relativ unbekannt sein, da die dort lebenden Thurillianer und Cho-ja jeden Fremden an der Durchreise hindern. Der bekannte Teil des Kontinents (der ihm auch seinen Namen gab) ist das Hochland von Thuril.
Das Hochland von Thuril
Das Hochland von Thuril umfasst die gesamten westlichen bergigen Regionen auf dem Thurilischen Kontinent sowie das Gebiet Südlich davon. Ledendlich die Regionen Honshoni und Sweto sind davon ausgenommen, da dort eher ein Küstenregion ähnliches Klima vorherrscht. Durch die Berge, die durchschnittlich 2000 Meter über dem Meeresspiegel liegen, hat das Hochland trotz seiner südlichen Lage ein angenehm mildes Klima. Von der Umgebung etwa mit Tibet und den Chinesischen Hochland-Regionen vergleichbar ist das Klima dort trocken und kühl. Durch diese Temperaturen bedingt ist diese Region größtenteils von mit Laub- und Nadelbäumen bewaldeten Hängen und Bergwiesen, die im Frühling in saftigem Grün stehen, geprägt. Diese Landschaft ist extrem bergig und immer wieder von bis zu 9000 Meter hohen Bergen unterbrochen.
Die Bevölkerung (siehe Konföderation von Thuril, und Die Thurilliander) lebt in kleinen, unabhängigen Dorfgemeinschaften die im Süden sogar schon Städtecharakter annehmen
und dort regen Handel vor allem mit Brigani treiben.
Die felsige Umgebung und die vielen Schluchten machen es den Thurillianischen Wiederstandskämpfern sehr leicht gegen die auf eine offene Feldschlacht in übersichtlichen Gelände konzipierten Kaiserlich Turanuannischen Truppen anzugehen, so daß diese sich schon nach kurzer Zeit aus diesem Gebiet zurückziehen mußten.
"Kühle, angenehm duftende Brisen durchziehen die schluchtigen Berge, ein paar Thurillianer treiben ein paar Needra-ähnliche Lastentiere vor sich her und über allem liegt ein Hauch von Freiheit."
Tatsächlich stammen diese poetischen Worte vom Dichter Than Chu vom Hause Shinzawei und wurden nach seinem ehrenhaften Selbstmord nie veröffendlicht. Aber tatsächlich kann man den "Hauch von Freiheit" bei den hier lebenden Menschen spüren, die sich nie dem Kaiserreich gebeugt haben. Diese Menschen sind hochgewachsene, stolze, aber auch etwas unzivilisiert wirkende Menschen, die den Ehrbegriff der Tsurannis oft nicht verstehen, obwohl sie über einen ebenso strengen, aber gänzlich   anderen verfügen. In den heute herrschenden Kriegszeiten ist dieser Ehrbegriff allerdings weitgehend aus den Köpfen der Bevölkerung verschwunden, die zum großen Teil aus Widerstandskämpfern und Partisanen besteht. Heute werden die Ehrenregeln, anders als im Tsuranuannischen Kaiserreich etwas freier und praktischer ausgelegt. Die allgegenwärtigen Insekten reduzieren sich hier auf ein erträgliches Maß, was Thuril zu einem angenehmen Wohnort machen würde - wäre es nicht so schwer zu erobern...
Der Dustari-Kontinent
Im Gebiet Dustari, das die gesamte nördliche Küstenregion des Südlichen Kontinents einnimmt, ist es unglaublich heiß. Die Wälder die dort existieren sind reine Urwälder und noch kaum erforscht. Die Besiedlung beschränkt sich im großen und ganzen auf Ilama, Brigani und die Küste. Das restliche Land ist zwar an den Flüssen halbwegs fruchtbar und auch bewohnt, im großen und ganzen aber eine weite Steppe, und  wird nur von abenteuerlustigen Jungadligen und Forschern durchzogen, und die einzige einheimische intelligente Spezies sind die Leguan ähnlichen, halbintelligenten Lenchus, die bis heute noch als Tiere gelten und mit denen jeder Komunikationsversuch fehlgeschlagen ist. Einer der Interessanesten Orte dieser Region ist wohl die Ruinenstadt Banganok, die von einer vergangenen Hochkultur übriggeblieben sein muß. Ob diese Menschlich war, mag man allerdings bezweifeln, wenn man die hohen, in seltsamen Winkeln zueinander stehenden alten Häuserruinen sieht. Diese mit seltsamen Schriftzeichen versehene Stadt ist immer wieder Anzugspunkt für Abenteurer, obwohl dort selten irgendwelche Schätze oder ähnliches gefunden werden. Heutzutage wird sie allerdings kaum noch besucht, da der Mangel an Erfolgen, und vor allem das unheimliche Gefühl das dort alles ein bißchen falsch ist, den Großteil der abenteuerlustigen Jungadligen zu lohnenderen Zielen lockt.
Hinter einem Gebirge, das von der Größe her mit dem Hohen Wall konkurrieren kann, liegt Tsubar, das verlorene Land, eine Region die hauptsächlich aus Wüste besteht. In dieser Wüste leben aber unbegreiflicherweise Menschen. Die Wüstenbewohner sind kleine zähe Menschen, die ihre eigene Kultur und Lebensweise haben. Seit die Häuser Acoma und Xacatecas im Jahre 4114 einen Vertrag mit ihnen schlossen leben die beiden Völker in Frieden, es gibt sogar eine Handelstadt in den Bergen.
Niemand konnte bisher diese Wüste durchqueren, und so wird von den Tsuraischen Forschern angenommen, das diese Wüste das südliche Ende der Welt markieren würde.
Hitze, menschenleere, vertrocknete Landstriche und überall diese ekligen Echsen. Der Poet Fin-Fa vom Hause Anasati schrieb:
"Ein Land so kahl und leer,
so trostlos schal,
so unerträglich heiß und staubig,
von so seltsamen und todbringenden Kreaturen bewohnt,
wahrlich ein Vorort der Hölle."
Dem ist nichts hinzuzufügen.