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Der Kuge ist das eigentliche Rückrad eines
Hauses. Es sind all die Diener, Arbeiter, Verwalter und kleinen Leute die
ein Haus am laufen halten, so dass der Shogun es zu seiner Grösse
führen kann. Leider wird das von jenem nicht sonderlich gewürdigt.
Der Kuge, was übersetzt "Hofstaat" bedeutet,
sind alle Menschen die den Shogun täglich umgeben, die für seine
Bequemlichkeit sorgen oder seine Wünsche erfüllen. Natürlich
gibt es eine menge Berufe, die unter diesen Oberbegriff fallen.
Und nicht alle sind hier aufgeführt. Wenn ihr weitere ausarbeitet,
mailt sie uns, wir veröffentlichen sie dann.
Wichtig zu verstehen ist, dass Mitglieder des Kuge
Freie sind, die nur durch das Band der Loyalität gebunden sind.
Vermietete Kuge
Mitglieder des Kuge müssen nicht an ein Haus
gebunden sein, viele Berufe gibt es auch ausserhalb dieser. Wenn eine Schule
eine Geisha z.B. nicht an ein Haus verkauft, sondern nur vermietet wurde.
In einem solchen Fall muss der 'Mieter' dem 'Vermieter' Geld zahlen um
die Dienste der Person für einen vorher festgelegten Zeitraum in anspruch
zu nehmen. Auch hier herrscht keine wirkliche Abhängigkeit, diese
Leute sind keine Sklaven. Aber sie sind an ihren 'Vermieter' gebunden,
der oft ihr Ausbilder ist. Eine Zuwiderhandlung würde von der entsprechenden
Gilde schwer geahndet werden, und die Person würde jede Ehre verlieren.
Freie Kuge
Und doch gibt es einige wenige, die den Schritt
gewagt haben. Sie sind ihrem 'Mieter' oder 'Vermieter' davongelaufen und
versuchen nun auf der Strasse zu überleben und sich nicht von ihrer
Gilde fangen zu lassen. Auch gibt es Kuge, die aus irgend einem Grund von
ihrem Arbeitgeber entlassen wurden, sei es nun aus Dankbarkeit, weil der
Herr stirbt, oder weil der Kuge zu tolpatschig für seinen Beruf ist.
Auch diese Menschen leben auf der Strasse und versuchen mehr schlecht als
Recht auf dieser zu überleben.
Diener
Diener sind oft ungebildete Menschen, die zu einer
verantwortungsvolleren Stellung nicht taugen. Sie sind zwar in den Umgangsformen
geschult (sie müssen es sein, unhöfliche Diener sind schnell
einen Kopf kürzer), aber eine wirkliche Bildung oder Ausbildung fehlt
ihnen.
Sie machen alles im Haushalt. Sie bedienen Höhergestellte,
sie überbringen Nachrichten, sie machen sauber und tun auch sonst
alles was anfällt. Ein besonders glorreicher Job ist es nicht, aber
man kann sein Brot ehrlich und (wenn man immer höflich ist) auch sicher
verdienen.
Diener sind meist simple Gemüter, sie haben
Ehrfurcht vor ihrem Herren und sie tun alles auf Befehl. Reges geistiges
Eigenleben ist eher selten.
Attribut/Fertigkeiten:
Intelligenz und Willenskraft sind relativ unwichtig,
bei den Fertigkeiten sind nur Etikette Pflicht, alles andere ist dem Charakter
überlassen.
Zofen/Mägde
Zofen sind Dienerinnen, die ganz speziell zur Bedienung
von (vor allem weiblichen) hoch Geborenen ausgebildet sind. Sie übernehmen
das be- und entkleiden, machen das Haar, bereiten das Bad, bemalen die
Gesichter der Edlen so dass sie fast wie Kunstwerke aussehen und tun auch
sonst alles was den mehr privaten Bereich betrifft.
Männer sind in diesem Beruf sehr selten, da
der Tsurannische Shogun sich lieber von seinem Samurai oder von einer schönen
Magd bedienen lässt.
Zofen sind die immer höflichen, nützlichen
Feen, die aber oft am meisten unter ihrer Herrschaft zu leiden haben. Gerade
weil bei der Ausbildung einer Magd auch aufs Aussehen wert gelegt wird,
werden sie oft von der Männlichen Herrschaft für Dinge eingesetzt,
für die eigentlich Konkubinen zuständig wären.
Attribute/Fertigkeiten:
Wichtig bei Zofen sind vor allem Geschicklichkeit
und in einem wesentlich geringeren Mass, Charisma. Fähigkeiten haben
sie viele, dass geht von (natürlich) Etikette über Maskerade
(das Schminken) bis zu Verkleiden (das Ausstaffieren).
Konkubinen
Konkubinen sind die Geliebten der Shogune. Gleichzeitig
sind sie aber auch ihre Sklaven. So ist eine Konkubine immer eine zweideutige
Gestalt. Sie sind zwar in allen Künsten des Verführens und der
Liebe ausgebildet, aber wirkliche Gefühle und damit wirkliche Liebe
für ihren Herren wird wohl kaum eine empfinden. Im Gegenteil in der
harten Ausbildungszeit wird ihnen jede Gefühlsregung ausgetrieben,
bis sie nur noch Roboter sind, die aber dafür Gefühle meisterlich
vorspielen können.
Die Ausbildung einer Konkubine beginnt extrem früh,
hübsche Mädchen (und gelegentlich auch Jungen) werden schon in
einem Alter von sieben Jahren in ein der Kelewanischen Akademie entsprechendes
'Liebeshaus' gesteckt, in dem sie drei Jahre lang von erfahrenen Kurtisanen
in allem ausgebildet werden, eine Ausbildung die um einiges härter
ist als die in der Kriegerakademie. So sind die Konkubinen meist einsame,
vom Leben gebrochene Gestalten, die zu keinem wirklichen Gefühl mehr
fähig sind, vielleicht noch zu Wut und Hass, denn diese kann man am
einfachsten durchbringen. Was sie aber nicht daran hindert ihre Fähigkeiten
und Schönheit einzusetzen. Hüte dich vor einer schönen Frau
die dir die ewige Liebe verspricht.
Das Klischee der liebenden Kurtisane ist also reine
Romantik und kommt so gut wie nie vor.
Attribute/Fertigkeiten:
Charisma und Aussehen sind sehr wichtig! Aber eine
gute Konkubine ist auch in den anderen Attributen nicht wirklich schlecht.
Bei den Fähigkeiten sind vor allem Etikette und Verführen wichtig.
Geisha
Der Beruf der Geisha ist uralt und gilt als besonders
ehrenvoll. Tatsächlich war er ursprünglich erschaffen worden,
als die Shogune es satt hatten sich immer nur mit hirnlosen Kurtisanen
zu unterhalten und ihre Interessen sich mehr in die Intellektuelle Richtung
gingen. Also liessen sie junge intelligente Mädchen (bei ihnen traten
keine männlichen Rivalitäten auf, ausserdem konnten sich die
Shogune einfach nicht vorstellen, dass Frauen dieses Wissen missbrauchen
könnten...) die alten Schriften studieren und ihnen zu gefallen Lieder
singen oder philosophische Gedichte schreiben. Aus diesen einzelnen Ausnahmen
entwickelte sich der Jahrtausendealte Stand der Geisha, der allerdings
heute etwas missverstanden wird, denn viele Shogun behandeln die Geisha
wie bessere Konkubinen.
Und so sind Geisha denn auch hochintelligente Frauen,
die oft über eine höhere Bildung verfügen als ihre Herren.
Sie unterhalten diese mit Charme, alten Geschichten und Liedern. Auch führen
sie mit den Shogunen philosophische Diskussionen und erfreuen auch sonst
den Geist ihres Herren nach besten Kräften. Trotz allem sollte man
nicht vergessen, dass sie zur Unterhaltung ihrer Herren dienen. Wenn dieser
keine Lust mehr hat, so ist die Diskussion beendet und der Herr hat recht!
Die Frauen müssen in ihrer Ausbildung durch
ein Ausbildung gehen, die sogar noch härter ist, als die der
Konkubinen. Ebenso wie diese werden sie mit sieben Jahren wegen ihrer hohen
Intelligenz einer 'Schule' übergeben, in der sie unter einem unglaublichen
Leistungsdruck zu ihrem Beruflichen Idealbild heranzüchtet werden.
Mangelnde Erfolge werden mit Schlägen und auch mit gelegentlichen
Exempelexikutionen bestraft, so dass nur ein geringer Prozentsatz unter
der Ausbildung nicht zusammenbricht. Nach 9 Jahren der Ausbildung werden
sie dann schliesslich an ein Haus verkauft oder vermietet und tun dort
ihre Arbeit.
Geishas sind häufig abgehärtet und lassen
nichts an sich rann. Auf einer bestimmten Ebene sind sie noch schlimmer
dran als die Konkubinen, denn sie leiden nicht nur unter ihrer fehlenden
Kindheit und ihren Herren, sondern haben auch noch die intellektuellen
Fähigkeiten das alles zu begreifen, so dass sie oft noch nicht einmal
die Wut am Leben erhalten können, der viele Konkubinen am Leben erhält.
Einige wenige dieser Frauen haben aber ihren Frieden
und ihr Wallum gefunden, und diese sind oft die interessantesten Persönlichkeiten
im Haushalt ihres Herren.
Attribute/Fertigkeiten:
Von den Attributen her sind die geistigen Attribute
wie Intelligenz, Charisma, Willenskraft und Intuition wichtig, aber nicht
nur. Bei den Fähigkeiten sind folgende besonders wichtig:
Etikette, Verführen, Musizieren, Alte Legenden,
Philosophie. Ansonsten kann eine Geisha nahezu jede geistige Fertigkeit
besitzen, die der Spieler wünscht.
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