KUGE
http://rivendell.fortunecity.com/nemesis/767/ninja.htm Version 14-01-99
"Wir dienen unserem Haus, und damit auch uns selbst."
- Filchinu, Philosophisch veranlagter Küchengehilfe

Der Kuge ist das eigentliche Rückrad eines Hauses. Es sind all die Diener, Arbeiter, Verwalter und kleinen Leute die ein Haus am laufen halten, so dass der Shogun es zu seiner Grösse führen kann. Leider wird das von jenem nicht sonderlich gewürdigt.
Der Kuge, was übersetzt "Hofstaat" bedeutet, sind alle Menschen die den Shogun täglich umgeben, die für seine Bequemlichkeit sorgen oder seine Wünsche erfüllen. Natürlich gibt es eine menge Berufe, die unter diesen Oberbegriff fallen. Und nicht alle sind hier aufgeführt. Wenn ihr weitere ausarbeitet, mailt sie uns, wir veröffentlichen sie dann.
Wichtig zu verstehen ist, dass Mitglieder des Kuge Freie sind, die nur durch das Band der Loyalität gebunden sind.
Vermietete Kuge
Mitglieder des Kuge müssen nicht an ein Haus gebunden sein, viele Berufe gibt es auch ausserhalb dieser. Wenn eine Schule eine Geisha z.B. nicht an ein Haus verkauft, sondern nur vermietet wurde. In einem solchen Fall muss der 'Mieter' dem 'Vermieter' Geld zahlen um die Dienste der Person für einen vorher festgelegten Zeitraum in anspruch zu nehmen. Auch hier herrscht keine wirkliche Abhängigkeit, diese Leute sind keine Sklaven. Aber sie sind an ihren 'Vermieter' gebunden, der oft ihr Ausbilder ist. Eine Zuwiderhandlung würde von der entsprechenden Gilde schwer geahndet werden, und die Person würde jede Ehre verlieren.
Freie Kuge
Und doch gibt es einige wenige, die den Schritt gewagt haben. Sie sind ihrem 'Mieter' oder 'Vermieter' davongelaufen und versuchen nun auf der Strasse zu überleben und sich nicht von ihrer Gilde fangen zu lassen. Auch gibt es Kuge, die aus irgend einem Grund von ihrem Arbeitgeber entlassen wurden, sei es nun aus Dankbarkeit, weil der Herr stirbt, oder weil der Kuge zu tolpatschig für seinen Beruf ist. Auch diese Menschen leben auf der Strasse und versuchen mehr schlecht als Recht auf dieser zu überleben.

Diener
Diener sind oft ungebildete Menschen, die zu einer verantwortungsvolleren Stellung nicht taugen. Sie sind zwar in den Umgangsformen geschult (sie müssen es sein, unhöfliche Diener sind schnell einen Kopf kürzer), aber eine wirkliche Bildung oder Ausbildung fehlt ihnen.
Sie machen alles im Haushalt. Sie bedienen Höhergestellte, sie überbringen Nachrichten, sie machen sauber und tun auch sonst alles was anfällt. Ein besonders glorreicher Job ist es nicht, aber man kann sein Brot ehrlich und (wenn man immer höflich ist) auch sicher verdienen.
Diener sind meist simple Gemüter, sie haben Ehrfurcht vor ihrem Herren und sie tun alles auf Befehl. Reges geistiges Eigenleben ist eher selten.
Attribut/Fertigkeiten:
Intelligenz und Willenskraft sind relativ unwichtig, bei den Fertigkeiten sind nur Etikette Pflicht, alles andere ist dem Charakter überlassen.
Zofen/Mägde
Zofen sind Dienerinnen, die ganz speziell zur Bedienung von (vor allem weiblichen) hoch Geborenen ausgebildet sind. Sie übernehmen das be- und entkleiden, machen das Haar, bereiten das Bad, bemalen die Gesichter der Edlen so dass sie fast wie Kunstwerke aussehen und tun auch sonst alles was den mehr privaten Bereich betrifft.
Männer sind in diesem Beruf sehr selten, da der Tsurannische Shogun sich lieber von seinem Samurai oder von einer schönen Magd bedienen lässt.
Zofen sind die immer höflichen, nützlichen Feen, die aber oft am meisten unter ihrer Herrschaft zu leiden haben. Gerade weil bei der Ausbildung einer Magd auch aufs Aussehen wert gelegt wird, werden sie oft von der Männlichen Herrschaft für Dinge eingesetzt, für die eigentlich Konkubinen zuständig wären.
Attribute/Fertigkeiten:
Wichtig bei Zofen sind vor allem Geschicklichkeit und in einem wesentlich geringeren Mass, Charisma. Fähigkeiten haben sie viele, dass geht von (natürlich) Etikette über Maskerade (das Schminken) bis zu Verkleiden (das Ausstaffieren).
Konkubinen
Konkubinen sind die Geliebten der Shogune. Gleichzeitig sind sie aber auch ihre Sklaven. So ist eine Konkubine immer eine zweideutige Gestalt. Sie sind zwar in allen Künsten des Verführens und der Liebe ausgebildet, aber wirkliche Gefühle und damit wirkliche Liebe für ihren Herren wird wohl kaum eine empfinden. Im Gegenteil in der harten Ausbildungszeit wird ihnen jede Gefühlsregung ausgetrieben, bis sie nur noch Roboter sind, die aber dafür Gefühle meisterlich vorspielen können.
Die Ausbildung einer Konkubine beginnt extrem früh, hübsche Mädchen (und gelegentlich auch Jungen) werden schon in einem Alter von sieben Jahren in ein der Kelewanischen Akademie entsprechendes 'Liebeshaus' gesteckt, in dem sie drei Jahre lang von erfahrenen Kurtisanen in allem ausgebildet werden, eine Ausbildung die um einiges härter ist als die in der Kriegerakademie. So sind die Konkubinen meist einsame, vom Leben gebrochene Gestalten, die zu keinem wirklichen Gefühl mehr fähig sind, vielleicht noch zu Wut und Hass, denn diese kann man am einfachsten durchbringen. Was sie aber nicht daran hindert ihre Fähigkeiten und Schönheit einzusetzen. Hüte dich vor einer schönen Frau die dir die ewige Liebe verspricht.
Das Klischee der liebenden Kurtisane ist also reine Romantik und kommt so gut wie nie vor.
Attribute/Fertigkeiten:
Charisma und Aussehen sind sehr wichtig! Aber eine gute Konkubine ist auch in den anderen Attributen nicht wirklich schlecht. Bei den Fähigkeiten sind vor allem Etikette und Verführen wichtig.
Geisha
Der Beruf der Geisha ist uralt und gilt als besonders ehrenvoll. Tatsächlich war er ursprünglich erschaffen worden, als die Shogune es satt hatten sich immer nur mit hirnlosen Kurtisanen zu unterhalten und ihre Interessen sich mehr in die Intellektuelle Richtung gingen. Also liessen sie junge intelligente Mädchen (bei ihnen traten keine männlichen Rivalitäten auf, ausserdem konnten sich die Shogune einfach nicht vorstellen, dass Frauen dieses Wissen missbrauchen könnten...) die alten Schriften studieren und ihnen zu gefallen Lieder singen oder philosophische Gedichte schreiben. Aus diesen einzelnen Ausnahmen entwickelte sich der Jahrtausendealte Stand der Geisha, der allerdings heute etwas missverstanden wird, denn viele Shogun behandeln die Geisha wie bessere Konkubinen.
Und so sind Geisha denn auch hochintelligente Frauen, die oft über eine höhere Bildung verfügen als ihre Herren. Sie unterhalten diese mit Charme, alten Geschichten und Liedern. Auch führen sie mit den Shogunen philosophische Diskussionen und erfreuen auch sonst den Geist ihres Herren nach besten Kräften. Trotz allem sollte man nicht vergessen, dass sie zur Unterhaltung ihrer Herren dienen. Wenn dieser keine Lust mehr hat, so ist die Diskussion beendet und der Herr hat recht!
Die Frauen müssen in ihrer Ausbildung durch ein Ausbildung gehen, die sogar noch härter ist, als die der Konkubinen. Ebenso wie diese werden sie mit sieben Jahren wegen ihrer hohen Intelligenz einer 'Schule' übergeben, in der sie unter einem unglaublichen Leistungsdruck zu ihrem Beruflichen Idealbild heranzüchtet werden. Mangelnde Erfolge werden mit Schlägen und auch mit gelegentlichen Exempelexikutionen bestraft, so dass nur ein geringer Prozentsatz unter der Ausbildung nicht zusammenbricht. Nach 9 Jahren der Ausbildung werden sie dann schliesslich an ein Haus verkauft oder vermietet und tun dort ihre Arbeit.
Geishas sind häufig abgehärtet und lassen nichts an sich rann. Auf einer bestimmten Ebene sind sie noch schlimmer dran als die Konkubinen, denn sie leiden nicht nur unter ihrer fehlenden Kindheit und ihren Herren, sondern haben auch noch die intellektuellen Fähigkeiten das alles zu begreifen, so dass sie oft noch nicht einmal die Wut am Leben erhalten können, der viele Konkubinen am Leben erhält.
Einige wenige dieser Frauen haben aber ihren Frieden und ihr Wallum gefunden, und diese sind oft die interessantesten Persönlichkeiten im Haushalt ihres Herren.
Attribute/Fertigkeiten:
Von den Attributen her sind die geistigen Attribute wie Intelligenz, Charisma, Willenskraft und Intuition wichtig, aber nicht nur. Bei den Fähigkeiten sind folgende besonders wichtig:
Etikette, Verführen, Musizieren, Alte Legenden, Philosophie. Ansonsten kann eine Geisha nahezu jede geistige Fertigkeit besitzen, die der Spieler wünscht.

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