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Dies
ist die Geschichte über das Leiden, die Flucht und den Aufstieg der
Tsurannischen Rasse und dem Kaiserreich Tsuranuanni, dargelegt 4223 vom
Scholar Tha-Chi vom Hohen Haus Shinzawei, im Buch der Geschichte, gesammelt
aus Quellenmaterial der Bibliothek der Hohen Versammlung.
"Mögen die Götter unsere Worte lenken,
so wie sie es mit unseren Schicksalen tun".
Vor der
Ankunft
Vor etwa 4000 Jahren war die Welt Kelewan Menschenleer,
weit von den magischen Straßen des Universums entfernt war sie nur
von sechsgliedrigen Lebewesen bewohnt, intelligent davon waren nur die
Insektenartigen Cho-Ja und die halbintelligenten Echsen, die Lenchus.
Doch es mehren sich die Anzeichen für eine
frühe Hochkultur, vor der Ankunft. Aus welchen Wesen diese bestand
ist heute nur schwer zu vermuten, aber sie lebten wahrscheinlich in Dustari.
Dort wurde ihre einzige bekannte Stadt gefunden, das einzige Zeichen ihrer
Existenz auf dieser Welt, Banganok. Banganok ist unheimlich. Die Wesen,
die es erbaut haben, müssen einen seltsamen Sinn für Geometrie
gehabt haben, denn die überwiegend geraden Wände treffen sich
in den unmöglichsten Winkeln, und sind dermaßen gigantisch,
daß manche Scholaren vermuten, das Banganok eine verlassene Stadt
der Götter ist. Was immer dieser Hochkultur auch war, sie ist ganz
offensichtlich spurlos vom Erdboden verschwunden.
Die Ankunft
Die Legenden sagen daß sich eines Tages ein
gewaltiger Spalt über dem Meer nahe der Küste von Jamar auftat
und sich eine goldene Brücke durch ihn zu unsere Welt spann. Eine
Brücke, geschaffen von Menschenhand, von Magiern mächtiger als
alles was wir bis heute kennen.
Über diese Brücke strömten Menschen,
Flüchtlinge aus anderen Welten, flüchtend von dem allmächtigen
FEIND. Ein intergalaktischer Konflikt hatte die Grenzen der Realität
erschüttert und trieb Flüchtlinge aus vielen Welten einem Ziel
entgegen, an dem sie vor dem FEIND sicher waren - Kelewan. Die Überlebenden
waren aus den unterschiedlichsten Kulturen zusammengewürfelt, einig
nur im Wunsch zu überleben und im Kampf gegen den FEIND.
Stunden um Stunden konnten die Magier den Spalt
gegen den angreifenden FEIND schützen, und als endlich der überlebende
Bruchteil den Spalt schloß waren etwa 100.000 Menschen durch ihn
in ihre neue Heimat gekommen - das Jahr 1 nach der Ankunft hatte begonnen.
Das
dunkle Jahrtausend
Die Ankömmlinge, eben noch geeint im Kampf
gegen den FEIND, zerstreueten sich sehr rasch. Zu gross waren die kulturellen
Unterschiede, die die einzelnen Gruppen voneinander trennten. Ein Grossteil
der Bevölkerung zog den Fluss hinauf, den man von nun an Gagajin nannte,
aber das Volk der Thuril zog gen Osten, in die hohen Berge und einige Volk
der Seefahrer brach gen Süden auf, auf den Kontinent, der später
Dustari genannt werden sollte. Auch strömten einige Gruppen gen Westen,
in das Gebiet das heute Ambolina genannt wird.
Man nimmt im allgemeinen an, dass das Überleben
in so geringer Zahl den letzten Rest von Zivilisation hinwegfegte, denn
das folgenede Jahrtausend, welches von da an als "Dunkles" bekannt war,
führte zu einem Zerfall von Kultur und Wissen. Die einst so edlen
und grossen Völker fiehlen zurück in die niedrigste Barbarei,
alle Magie und alles Wissen schien verloren...
Die Stadtstaaten
Um 1200 hatte sich ein Grossteil der Völker
am Gagajin und in Dustari vom Dunklen Jahrtausend erholt, wenn auch nur
in wirtschaftlicher Hinsicht.
Die Völker am Gagajin waren in Stadtstaaten
organisiert, die zu waren Handelsgiganten wuchsen, aber deren militärische
Macht doch arg beschränkt war.
Dustari dagenen hatte grosse Völkergemeinschaften
hervorgebracht, bedingt durch dass lebensfeindliche Klima und das rahe
Wasser. Und Dustari war ein Kriegerischer Kontinent.
So kam was kommen musste. Dustari griff 1242 den
Gagajin an, zuerst die Stadt der Ebene, die bestürtz feststellen musste,
das sie den anrückenden Horden kaum etwas entgegenzustellen hatte.
In ihrer Not wanten sich die Shogune der Stadt an die anderen Stadtstaaten
am Gagajin, denn wenn die Stadt der Ebene fiehl würden die Horden
weiterziehen, und nichts würde sie aufhalten können.
Fünf grosse Städte aus fünf verschiedenen
Clans liessen ihre Armeen zur Unterstützung der Stadt aufmarschieren
und ihr Heer zählte gegen die 60.000 Krieger.
Als die Feinde an der Küste landeten, stellte
sich das Heer der Städte sich ihm an der Küste. Zwölf Tage
hielt die Schlacht an, an deren Ende wohl 100.000 Männer im sterben
lagen und 1000 Schiffe in den wässrigen Tod gebrannt wurden.
Doch so grausam der Sieg für die Verteidiger
auch war, so legte er doch den Grundstein für die Konföderation
des Gagajin, und damit zum Kaiserreich Tsuranuanni.
Die grossen Städte waren Jamar (kontrolliert
von den Xateci), Sulan-Qu (kontrolliert von den Talemu), Kentosani (kontrolliert
von den Ming), Simani (kontolliert von den Kanzawei) und die heute nicht
mehr existierende Stadt Szetacin (kontrolliert von den Han).
Diese Häuser schlossen ihre Armeen zusammen
und begannen den Gagajin zu erobern, ein Volk nach dem anderen zu unterwerfen
und zu unterdrücken. Schon 200 Jahre später kontrollierten sie
den Gagajin, die Mündung des Quin und die des Najani.
Und mit einer reinen Konföderation war auch
keiner der ehrgeizigen Clans zufrieden. So kam es, dass 1489 Thai, Führer
der Han, sich zum Kaiser über alle beherrschten Clans erhob. Doch
die Machtergreifung scheiterte. Im ersten Bruderkrieg 1490 griffen unter
der Führung der Ming die Xateci und die Kanzawei die Han an und nach
einer drei Tage andauernden Schlacht wurde Szetacin geschleift und alle
Han in die Sklaverei verkauft. Nie wieder sollte auf den Fundamenten von
Szetacin wieder eine Siedlung gestellt werden, und so wurde die Stadt und
das Volk der Han vollständig ausgelöscht oder versklavt.
In den Reihen der sechs grossen Clans war nun eine
Lücke aufgetan, die der Clan der Omechan geschickt nutzte und im Jahre
1493 wurde er zu einem der sechs herrscheden Clans.
Das Kaiserreich
Und doch sollten noch einmal 300 Jahre vergehen
bis das Land einen Kaiser bekam.
Die Gagajin-Konföderation breitete sich weiter
aus, in den Jahren konnten sie fast die gesammte Küste im Osten erobert
werden, bis zu den Honshoni, die man 1745 endgültig unterwarf.
Von der Zeit um 1769 gehen seltsame Gerüchte
um, so soll ein geheimnisvoller Drache, der später unter der Bezeichnung
'Königsdrache' bekannt wurde, viel Zeit mit dem Clanshogun der Ming
verbracht hatte. Angeblich soll die Entstehung des Kaiserreiches das Thema
gewesen sein.
Als die grossen sechs Clans ihre Streitkräft
gerade im Osten gebündelt hatten um Honshoni zu einer Provinz zu machen,
sah Lei, Clanführer der Ming, seine Chance. Er erklährte sich
zum Kaiser und zum Beherrscher aller bekannten Gebiete. Das konnten die
anderen fünf Häuser allerdings nicht auf sich sitzen lassen,
und so zogen sie ihre Armee zurück zum Gagajin und auf Kentosani zu.
Die Ming, die mit dieser Reaktion gerechnet hatten traten ihnen entgegen
und brachten den Heereszug mit einer Zermürbungstaktik zum stehen,
mehreren unbestätigten Berichten zufolge soll bei den Kämpfen
ein Drache eingegriffen haben. Man schätzt dass es der Königsdrache
war. Drei Jahre dauerten von da an Stellungsgefechte und der zwite Bruderkrieg
wurde der blutigste Bürgerkrieg in der Geschichte des Reiches.
Aber der Krieg entwickelte sich nicht so wie die
Ming (oder der Drache) ihn geplant hatten. Die Streitmacht der Ming war
der konzentrierten Macht der grossen Fünf nicht gewachsren, und so
verlagete sich der Kampf immer mehr gegen Norden.
In dieser Kriesenzeit schmiedete Leis Bruder Jun
einen tollkünen Plan, der ihm als erstem den Rang eines "Guten Dieners
des Kaiserreichs" einbrachte. Dieser Titel hielt skrupelose, gedungene
Mörder aber nicht davon ab, ihn schon fünf Jahre später
im Bett zu ermorden. Sein Ruhm ist aber unsterblich geworden, denn sein
Titel gilt bis heute als höchste Auzeichnung und wurdebis heute nur
einundzwanzigmal vergeben.
Die Ming wanden sich an die besiegten Völker.
Sie boten ihnen Teilname an der Macht an und ein Ende des Vasallendaseins.
Die besiegten Völker willigten begeistert ein und schon nach einem
weiteren Jahr war die Opposition so weit geschwächt, dass die Ming
sie mit dem Versprechen einer besonderen Stellung ihrer Herrscherhäuser
als die "Grossen Fünf Häuser" auf seine Seite ziehen konnten.
Aus ihrer Mitte sollte der Kriegsherr gewählt werden, der dierekte
Stellverteter des Kaiseres.
So wurden alle Völker in ein grosses Volk
eingebunden, das den Namen Tsuranni bekahm, was etwa "Wir sind alle eins"
bedeutet.
Die
zehn Guten Diener des Kaiserreichs
Die Eroberung ging weiter, allerdings setzte Kaiser
Lin sein Augenmerk nun auf die alten Wiedersacher, das Volk von Dustari,
um sich der Gunst der grossen Fünf Häuser sicher zu sein. Und
so schifften sich die Krieger der Tsuranni ein und zogen in einen Jahrhunderte
dauernden Kampf, an dessen Ende das Volk von Dustari nicht mehr existierte.
Auf den Ruinen der Städte und den Gräbern
der Bewohner bauten die Tsurannis ab 2015 ein neues Dustari auf, das den
Kontinent bis zu den grossen Bergen beherrschte.
Doch
hinter dem Rücken des Kaiserreichs hatte sich eine neue Bedrohung
zusammengebraut. Die Clans der Neshska und der Ambolina hatten sich zusammengetan
und die Ambolina-Koalition gebildet. Sie unterwarfen die umliegenden Clans
und stellte sich der Tsurannischen Expansionswelle entgegen, und das mehr
als zwei Jahrzehnte sehr erfolgreich. Aber der Tsurannische Atem ist lang,
und so musste 2053 nach 24 Jahren Kampf die Ambolina-Koalition sich immer
weiter zurückziehen.
Der Clanführer Himin von den Ambolina und
Clanführer Tinfu von den Neshska sahen ihre bevorstehende Niederlage
und entwickelten einen tollkühenen Plan - einen Schlag gegen das Herz
des Kaiserreichs.
Über ein Jahr lang zogen sie unbemerkt immer
mehr Truppen von der Front ab, so dass die Tsurannische Armee in dieser
Zeit weit ins Innere des Neshska-Gebietes vordringen konnte. Doch dann,
im trockenen Herbst des Jahres 2055 brannte der grosse Wald, der sich zwischen
Neshska und dem Hohen Wall spannt und durch die entstandene, 200km breite
Schneise stürmten 23.000 Ambolina- und Neshska-Bushi direkt auf Kentosani
zu.
Der Kaiser Inflichu sah sie kommen, wusste aber
das er ihnen nicht entgegenzusetzen hatte. Seine Truppen befanden sich
an der Front, über 600km entfernt und seine Leibgarde in Kentosani
würde ihn nicht verteidigen können. Doch der Kaiser war zu stolz
aus seiner Stadt zu fliehen, und so rüstete er sich zum Krieg. Als
das Heer der Koalition vor den Toren Kentosanis stand war der Ausgang der
Schlacht klar. Der Kaiser hatte keine Chance. Die Koalition rückte
vor und das Schicksal schien besiegelt...
Doch dann sah man von der Burg zehn Shogune aus
den Toren der Stadt auf die Feinde zurennen, mit dem Kampfschrei des Kaiserreichs
auf den Lippen, gewillt für ihren Kaiser zu sterben. Der Mut ihrer
edlen Herrscher ließ das Volk aufschreien und wärend die Bushi
der Clans sich noch um den Kaiser scharrten stürmte das Volk aus der
Stadt und griff so ungestüm an, daß 23.000 Krieger zurückwichen.
Der Kaiser erkannte die Chance die sich ihm bot
und befahl den Ausfall. Zwei Tage dauerte die Schlacht um Kentosani und
das Kaiserreich an, und am Ende standen nur noch 300 Bushi des Kaisers
auf den Beinen, doch sie hatten die Schlacht gewonnen und das Kaiserreich
gerettet.
Von den zehn Shogune, die durch ihre Kühnheit
das Kaiserreich retteten, überlebte keiner die Schlacht, doch sie
wurden zu Guten Dienern des Kaiserreichs ernannt und lebten von da an in
den Legenden fort. Der Enkel Infilchus sollte 2131 die Koalition von Ambolina
zerschlagen, auch wenn es noch weitere 450 Jahre dauern sollte, bis der
Westen Kelewans in Kaiserlicher Hand war.
Der Fremde
Eines schönen Tages im Jahre 2213 sichtete
ein sternkundiger Wanderer einen ihm unbekannten Stern, der letzte Nacht
scheinbar noch nicht da gewesen war. Er teilte diese Beobachtung einem
Magier mit, der daraufhin zu rechnen begann. Sein Ergebnis sollte die Welt
verändern.
Nach seinen Berechnungen war der harmlose neue
Stern, der 'Der Fremde' genannt wurde, eine Sonne wie die Kelewanische,
die aber auf ihrer Bahn dem Kelewan-System so nah kaommen sollte, dass
jedes Leben auf der Oberfläche unmöglich gemacht wird. Die Magier
wanten sich an den Kaiser, doch der verlangte Beweise. Da so etwas nicht
möglich war, harrten die Magier des Einsetztens eines neuen Kaisers
und versuchten möglichst viele Shogune von ihrer These zu überzeugen.
Als dann endlich im Jahre 2267 Sudkahanchozo 34facher Kaiser wurde, traten
sie in Aktion. Sie traten zum Kaiser und erklährten im die Lage. Sudkahanchozo
war beeindruckt und liess daraufhin auf einer Insel im grossen See nördlich
von Ambolina eine grosse Burg errichten, in dem die Magier, die sich inzwischen
'Die
Versammlung' nannten, forschen und Lösungen erarbeiten konnten.
200 jahre gingen ins Land bis der Zeitpunkt zum
Handeln endlich gekommen war. An Kelewans Himmel hingen inzwischen zwei
Sonnen, eine sanfte grüne und eine harte weisse. Die Versammlung sprache
im Jahre 2443 nach Jahrhundertlanger Vorbereitung einen Zauber, der selbst
den Zauber der Ankunft von der Kraft her übertraf.
Über Kelewan bildete sich ein gigantischer
Spalt, der auf den Fremden zuflog und ihn an einen anderen Punkt im Raum
bringen sollte. Doch die Versammlung hatte nicht dem das Wissen und das
Feingefühl wie in den Tagen der Ankunft. Die konnten einen riesigen
Spalt schaffen, aber sie konnten ihn nicht vor dem Einfluss des FEINDES
bewahren.
Und der FEIND erschien. Er konnte zwar nicht durch
den Spalt kommen und jenen Ort zwischen den Welten verlassen, da er dazu
zuviel Zeit brauchen würde, aber er konnte den Spalt umlenken. So
lenkte er den Spalt gegen Kelewan, so dass es durch den Spalt zu ihm kommn
würde. Die Magier mussten in ohnmächtiger Wut mitansehen, wie
ihre Welt ins Chaos stürtzte.
Plötzlich trat ein Fremder aus den Reihen
der Magier. Er sprache einen kurzen Spruch und in der letzten Sekunde bevor
der Spalt das Sonnensystem schluckte veränderte sich leicht die Farbe,
wirkte ein wenig weicher.
Als das Sonnensystem den Spalt passierte fanden
sich Kelewans Bewohner in absoluter Finsternis wieder. Kein Stern war am
Himmel zu sehen. Kelewan war nicht zu dem Feind versetzt worden, doch der
Preis war ein Ort, an dem es keine Sterne gab.
Man suchte überall, aber der fremde Magier
blieb verschwunden, Pug von Stardocks Aussage nach war der Magier 'Macros
der Schwarze', der bis dahin mächtigste Magier aller bekannten Welten.
Fünf Jahre später sprach die Versammlung
einen neuen Spruch, der Kelewan wieder an seine ursprüngliche Position
brachte. Der Fremde war inzwischen vorübergezogen und über den
Ort von dem sie kamen schien der Feind keine Macht zu haben, jedenfalls
liess er sich nicht blicken.
In diesem Jahr der Rückehr (2448) rief Tukamaco,
40mal Kaiser, die Versammlung zu sich in seine Privatgemächer, etwas
was noch nie vorgekommen war. Er fragte sie ob sie dem Kaiserreich dienen
wollten, nur damit dass sie immer Wachsam seien, damit eine Gefahr wie
die des Fremden rechtzeitig erkannt würde. Die Versammlung stimmte
zu und der Kaiser tat etwas was noch nie Vorgekommen war. Er kniete vor
ihnen nieder und erklährte sie ausserhalb des Gesetzes. Ihr Wille
sei Gesetz und was immer sie wollten solle ihnen jeder sofort geben. So
erschuf Tukamaco eine Institution, die einmal das Kaisertum zum wanken
bringen sollte.
Die Entmachtung
Das man die Versammlung durchaus ernstnehmen sollte,
wurde im Jahr 2890 klar. Der zu der Zeit amtierende Kaiser Mingtoku, 54mal
Kaiser, nahm das Edikt seines Vorgängers nicht sonderlich ernst. Er
liess eigene Magier ausbilden und wiedersprach der Versammlung mehrmals
öffendlich. Er liess einen Tempel für sich in Kentosani bauen
und litt ganz offensichtlich an Grössenwahn.
Schliesslich, es war wohl unausweichlich, ging
er zu weit. Als er befahl einen Spalt in eine andere Welt zu öffnen
schritt die Versammlung ein.
Es wurde eine Nacht des Feuers und am nächsten
Morgen stand Kentosani nicht mehr. Es wurde von den Magiern dem Erdboden
gleichgemacht und der Kaiser starb im Höllenfeuer der Zauberer.
Diese Tat erschütterte die Shogune zutiefst.
Doch der Clanshogun der Oaxatucan erkannt den Nutzen für die "Großen
Fünf".
Er schlug eine Neuorganisation des Kaiserreichs
vor, der Kaiser sollte jeglicher weltlicher Macht entbunden werden und
sich nur noch der spirituellen Führung widmen, während die weltliche
Macht vom Kriegsherren übernommen würde. Dieser Kriegsherr dürfte
nur aus einem der fünf großen Clans gewählt werden, je
nach dem wen die übrigen Shogune als den mächtigsten erachteten.
Die Versammlung sollte ihre alten Rechte wiedererhalten und die Priesterschaft
zog er mit dem Versprechen auf unabhängige Mönchsheere auf seine
Seite.
Da die Versammlung nie an der Herrschaft interessiert
war willigte sie ein und 2890 wurde Mingtokus fünfjähriger Sohn
Mingtaku auf den Thron gesetzt und Shogun Gali von Oaxatucan wurde erster
Kriegsherr des Kaiserreichs Tsuranuanni.
Auch die Position des Rates wurde verändert.
Um den Kaiser bei seinen religiösen Betrachtungen nicht zu stören
wurde der Rat in die aufstrebende Handelsstadt Holan-Qu verlegt, während
im zerstörten Kentosani eine Prunkhalle errichtet wurde, die für
besondere Vollversammlungen genutzt wird. Um in Holan-Qu Sicherheitskonflikte
zu vermeiden wurde es in 21 Sektoren eingeteilt, jeder kontrolliert von
einem der 21 mächtigsten Häuser. Die Stadt weitete sich dank
der Präsenz der großen Häuser in der folgenden Zeit stark
aus, so daß sie schon 50 Jahre später die größte
Handelsmetropole des Südens war.
Der Königsdrache
Der Drache, der den Anstoß für die Pläne
des Ming Clans gab und damit den Grundstein für das Kaiserreich Tsuanuanni
legte, hatte bis zu dem Tag den Kaiser auch weiterhin "beraten" und somit
einen starken Einfluß auf die Tsurannische Politik ausgeübt.
Jetzt, wo der Kaiser entmachtet war, hatte er diesen Einfluß verloren,
und da in den letzten Jahrhunderten andere Drachen Interesse an diesem
so stark wachsenden Kaiserreich zeigten, vor allem Hin-Fu der seine Krallen
tief in die Wirtschaft des Reiches geschlagen hatte, versuchte er zwei
mal den Kriegsherren zu stürzen und den Kaiser, mit dem er immer noch
in Kontakt steht, wieder an die Macht zu hieven.
Doch beide Versuche wurden vereitelt, der erste
2978 von Shogun Hilma von Minwanabi, der dafür zum Guten Diener des
Kaiserreichs ernannt wurde. Der zweite 3421 von Hin-Fu, was ihm weitreichende
Handelskonzessionen und einige Monopole einbrachte, doch er hätte
es wohl auch umsonst getan, für das "Spiel der Drachen", jenem erbarmungslosen
Machtspiel der Drachen das sosehr dem Spiel des Rates ähnelt.
Der
Wirtschaftliche Umschwung
Das Kaiserreich expandierte die nächsten tausend
Jahre weiter, nur erreichte es eine Größe, bei der die Kommunikation
zwischen den Shogun und ihren Provinzen zunehmend schwieriger wurde. Um
das Problem zu bewältigen wurde 3134 ein Kaiserlicher Erlaß
vom Rat der Shogun verabschiedet, der den Shogun die Möglichkeit gab,
ihre entfernten Provinzen in die Hände von einem Daimyo zu legen.
Daimyo waren unadlige, denen der Shogun etwas Land gab, die aber dem Shogun
nicht direkt Gehorsam schuldeten, sondern die ihm nur einen gewissen Teil
des erwirtschafteten zukommen lassen mußten.
In den folgenden Jahrhunderten fand allerdings
ein Strukturwandel in der Wirtschaft statt. Nicht mehr die reine Landfläche
war jetzt von Bedeutung sondern Handel und Schiffahrt. Die Daimyo wußten
ihre Stunde zu erkennen und wurden innerhalb eines Jahrhunderts fast alle
wohlhabende Kaufleute. Um 3300 waren nahezu alle Transport- und Handelsmöglichkeiten
im Besitz von unabhängigen Daimyo, die nur einen geringen Teil ihrer
gewaltigen Einnahmen an ihren Schutz-Shogun zahlen. Holan-Qu wuchs und
die Hafenviertel, vor allem das etwas weiter den Fluß herauf liegende
Speicherviertel, das von dem unbedeutenden 19. Haus, den Kaschatecas, kontrolliert
wurde, geriet immer mehr in die Hände der Daimyo und in die der machtgierigen
Schmuggler- und Diebesbanden. Diese Entwicklung setzte sich in den anderen
Südlichen Handelsstädten fort, was den gesamten Süden in
Verruf brachte.
Trotz dieser zunehmenden Mobilität wurde die
Kommunikation unter den verschiedenen Teilen, vor allen den Neueroberten,
zunehmend schwieriger. Die Versammlung richtete Teleport-Räume in
allen wichtigen Städten und Anwesen für wichtige Nachrichten
ein, aber die vielen Berichte und kleinen Nachrichten zu transportieren
hatte kein Magier den Nerv.
Um das Problem zu beheben wurde das Kaiserreich
immer weiter Dezentralisiert. In gerade neu eroberten Gebieten wurden Shikken
(übersetzt "Reichsverweser") eingesetzt, die das Problem der Kontrolle
und der Eingliederung übernahmen, Die Bushi der einzelnen Häuser
wurden jetzt nicht mehr von direkt vom Rat befehligt, sondern von den Shogun
des Hauses selbst, Handel und Wirtschaft wurden weiter in private Hand
gegeben und die Shogun erhielten auf ihren Gütern Rechte, die den
eines Königs glichen.
Diese Dezentalisierungsmaßnamen hatten jedoch
auch nachteilige Wirkung. Die Shogun, die sich jetzt in zunehmenden Maße
der neuen Möglichkeiten bewußt wurden, fingen an sich gegenseitig
auszuspielen, auch wenn es zum Nachteil des Kaiserreichs war.
Diese Machtbestrebungen führten das Kaiserreich
in eine neue, schwere Krise...
Die Thuril-Kriese
Das Kaiserreich expandierte und expandierte. Aber
man stieß auf Grenzen. Im Süden konnte man nicht weiter vorstoßen,
weil das Land zu Unfruchtbar wurde, in die Thunische Tundra im Norden wollte
man sowieso nie. Also konzentrierte sich der Kriegsherr auf den Nachbarkontinent,
dem Thurillischen Kontinent. Im Jahre 3898 landete eine große Armee
in den südlichen Teil der heutigen Provinz Honshoni und stürmte
mit einem ungeheuren Tempo über die Landzunge.
Doch dann stieß man 3901 auf die Berge, das
Hochland von Thuril. Die dort lebenden Thurillianer hatten sich unter dem
Kommando des Kriegers Luf-Lin zur Konföderation von Thuril zusammengeschlossen
und bereiteten der kaiserlichen Armee gehörige Kopfschmerzen. Die
Kaiserlichen, die Schlachten auf dem flachen Land gewöhnt waren, drangen
relativ schnell in das Bergland ein und stießen auch fast ein halbes
Jahr lang nahezu unbehindert weiter vor.
Im Frühling 3902 stieß die Hauptarmee
des Kriegsherren im "Pass des Blutes" auf die Freiheitskämpfer der
Konföderation. Nach der Schlacht war das mehr als doppelt so große
Tsurannische Heer aufgerieben und die Reste befanden sich auf der Flucht.
Nach dieser Schlacht zogen sich die Tsurannis auf
die Landzunge zurück und unternahmen ab und zu Vorstöße
in die Berge, die fast immer zurückgeschlagen wurden.
Nach der Eroberung der zweiten Landzunge durch
die Tsurannis brachte das kleine Volk der Thurillianer 3986 die mächtige
Expansionswelle der Tsurannis zum Stillstand.
Der Spaltkrieg
Die politische Lage war ohne eine Expansion nicht
mehr zu halten. Der Kriegsherr mußte immer mehr Macht abgeben und
kam in arge Bedrängnis.
4097 entdeckte eine Gruppe in der Versammlung die
Möglichkeit Spalten, wie die mit der die Menschen in diese Welt kamen,
künstlich und scheinbar ausserhalb des Einflussgebietes des Feindes
herzustellen und es entbrannte in der Versammlung ein heftiger Streit ob
man diese neue Technik einsetzten dürfe, den wohl die Befürworter
verloren hätten, wenn die Versammlung nicht ein Zusammenbrechen des
Reiches vorausgesehen hatten, wenn es zu keiner weiteren Expansion käme.
So machte man Experimente und 4105 gelang es sogar einen Spalt in eine
bewohnte Welt stabil offen zu halten.
Diese Welt war reich an Metallen und Ressourcen,
wenn sie auch ein etwas kaltes Klima hatte. Der Kriegsherr sann sofort
auf Eroberung und die Versammlung unterstützte seine Forderung. Die
nächsten 12 Jahre führte das Kaiserreich, unter Kaiser Ichindar,
einen schweren Krieg gegen die Bewohner der anderen Welt, die dort Midkemia
genannt wurde.
Doch die Babaren waren zähe Kämpfer.
Immer weiter zurückgedrängt sann der Kaiser auf anraten der Partei
des Blauen Rades auf einen Frieden, und die Gelegenheit bot ihm ein Festspiel
das eigendlich zu seinen Ehren stattfinden sollte.
Der Kriegsherr hatte zum anlass seines Geburtstages
ein großes Festspiel angeordnet, in dem Sklaven und Gefangene in
der Arena miteinander kämpften. Doch er hatte nicht mit Milamber gerechnet.
Milamber hieß einst Pug und war ein ein Kriegsgefangener
aus Midkemia, bis er zum Erhabenen ausgebildet wurde. Er sah die Spiele
und erkannte die Dekadenz und die Verkommenheit der Tsurannischen Gesellschaft
in ihnen. Er wußte das für eine Änderung der alten Traditionen
und Gewohnheiten eine Katastrophe notwendig war und so schuf er eine.
Es gab einen gewaltigen magischen Kampf in der
Arena, bei dem 59 Edle, 2.300 Bürger und 4 Erhabene ums leben kamen.
Milamber enkahm in seine Heimatwelt und der Kriegsherr nahm sich aus Schande
das Leben.
Doch auf so ein Ereignis hatte der Kaiser und die
Partei des Blauen Rades nur gewartet. Er verweigerte die Wahl eines neuen
Kriegsherren und reiste zum Spalt um von den Shinzawei arrangierte Friedensverhandlungen
zu führen.
Doch das Vorhaben schlug fehl, da die Verhandlungen
von einem, von Milamber inszenierten, Hinterhalt unterbrochen wurde. Doch
Milamber hatte auch für diese Tat einen guten Grund. Er sah, was selbst
die weitsichtige Versammlung übersehen hatte oder nicht sehen wollte,
die schlimmste Bedrohung die dem Reich drohen konnte - den FEIND.
Der FEIND lebte zwischen den Welten und ein Spalt
würde für ihn ein Tor in beide Welten sein, deshalb schloß
Milamber zusammen mit dem ominösen midkemianischen Magier 'Macros
der Schwarze' den Spalt nachdem er ihn durch einen Hinterhalt erreichen
konnte.
Doch die Wirkung auf das Kaiserreich war verheerend.
Durch den Hinterhalt waren viele der Spitzen der wichtigen Häuser
umgekommen und der Kaiser war geschwächt, so daß Shogun Axantucar
von Oaxatucan nur durch die List einer Frau zum Kriegsherrn gewählt
wurde, die noch in die Geschichte eingehen sollte - die Shogun Mara von
Acoma.
Veränderungen
Ein Jahr später tauchte Milamber plötzlich
wieder auf, durch einen künstlich geschaffenen Spalt, den er von Midkemia
aus geöffnet hatte. Er wurde sofort als Verräter vom Kriegsherren
aufgegriffen und gefoltert. Doch Milamber war ein mächtiger Magier.
Er brach seine Fesseln und sprach mit dem Kaiser, der darauf hin den Kriegsherren
ehrlos hinrichten ließ. Der Kaiser sah nun auch ein daß das
Kaiserreich eine Erneuerung benötigte um in Zukunft zu überleben.
Er verbündete sich mit den Shinzawei und entsannte
auf Milambers Bitte eine Kompanie seiner Soldaten und zehn Erhabene in
Milambers Heimatwelt um sich dort dem FEIND entgegenzustellen und ihn zu
vernichten.
Doch von all dem bekam man im Kaiserreich höchstens
zweifelhafte Gerüchte mit und ein Kampf um Macht entbrannte zwischen
den Shogun, die sich der Gefahr eines alleinherrschenden Kaisers ausgesetzt
sahen, und dem Kaiser und seinen Getreuen die um eine Veränderung
kämpften.
Letztlich war es die Shogun Mara von Acoma die
durch ihre List die Entscheidung herbei führte. Sie spann bei der
Abstimmung um einen neuen Kriegsherren eine Intrige die den Untergang des
Kriegsherrenamtes besiegelte. Der Kaiser wurde wieder als Herrscher eingesetzt,
und seine erste Amtshandlung war die Schaffung der Ämter des Kaiserlichen
Kanzlers und des Kaiserlichen Oberherren.
Die Wahl führte aber auch zur Auslöschung
des bis dahin mächtigen Hauses Minwanabi, das sich wegen eines nicht
mehr einzuhaltenden Schwures kollektiv ehrenhaften Selbsmord beging. Mara
von Acoma wurde für ihre Verdienste zur Guten Dienerin des Kaiserreichs
ernannt, die erste Frau der diese Ehre zuteil wurde. Doch das sollte nicht
das letzte sein, was die Welt von ihr zu hören bekommen sollte.
Der
Dritte Bruderkrieg
4123 geschah dann das Unfassbare. Es geschah der
zweite Kaisermord in der Geschichte des Reiches. Der Kaiser war tot und
hatte keinen eindeutigen Nachfolger hinterlassen - zum Unglück hatte
er nur Töchter. So zogen alle Häuser mit ihren Armeen gen Kentosani,
die einen um die neue Kaiserin gegen Eindringlinge zu schützen, die
anderen um sie zu heiraten und sich selbst auf den Tron zu setzen.
Und wieder gab die Shogun Mara von den Acoma den
entscheidenden Impuls. Sie verärgerte die Versammlung
so sehr, dass diese ihre Hinrichtung befahlen, verbündete sich aber
gleichzeitig mit einigen mysteriösen Cho-ja-Magiern aus Thuril um
der Versammlung die Stirn bieten zu können.
Nach einer Nacht voll Inriegen und Tod sass Maras
Sohn Justin auf dem Thron. Mara von Acoma wurde zur 'Herrin des Kaiserreichs'
ernannt, einen Titel der eigens für sie erfunden wurde. Die Versammlung
der Magier wurde durch ihre Niederlage so sehr geschwächt, dass ihr
viele Privilegien aberkannt wurden, so stehen sie zum Beispiel nicht mehr
vollständig ausserhalb des Gesetzes und besitzen auch kein Monopol
auf das Ausbilden von Magiern mehr.
Unterm Strich folgte aber eine recht friedliche
Zeit, in der Kaiser Justin geschickt herrschte und seine Regierungszeit
kann man allgemein als eine der besten der Geschichte bezeichnen.
Doch das sollte nicht so bleiben...
Rückfall
Gerade als es so schien als sei die Gesellschaftliche
Struktur einigermaßen stabil, mischten sich die Drachen wieder ein.
Hin-Fu, der sich mit den Rechten einiger von ihm kontrollierten Daimyo
und Shogun zur größten Wirtschaftsmacht des Reiches gemacht,
sah eine Wiederbelebung des Kaisertum gar nicht gerne, da so sein Konkurent,
der Königsdrache, wieder zu mehr Macht kahm. So spann er eine Intrige.
Im Jahre 4174 gab es keine Regenzeit. Den Shogun,
den Weisen und der Versammlung war es Rätselhaft, aber der erwartete
Regen blieb aus. Die Versammlung stellte sofort Forschungsstudien an, die
aber zu keinem nennenswerten Ergebnis führten, die feuchte Luft wurde
schinbar noch über dem Meer abgefangen und der Meerespiegel stieg
in diesem Jahr um einen Meter. Der Königsdrache brach auf, um den
Grund für die Katastrophe zu finden.
In seiner Panik wand sich der Kaiser, Justins Sohn
Sezu, an den weisen Drachen Thi-Lung, der ihm verkündete das die Götter
erzürnt seien, das die Macht im Reich wieder auf den Schultern einer
einzigen Person lag. Die Götter seien launisch und wollten den Kaiser
für sich, meinte der Drache. Er schlug eine Neuordnung des Reiches
vor, der die Clanshogune, allen voran die Oaxatucan, begeistert zustimmten.
Der Protest der Häuser Acoma und Shinzawei wurde in der Gier der Häuser
nach Macht nicht zur Kenntnis genommen.
Der Kaiser wurde in dieser neuen Ordnung wieder
zum spirituellen Oberhaupt und gab all seine Macht ab. Einen neuen Kriegsherren
konnten die hohen Häuser aber nicht durchbringen, dafür waren
die niederen Häuser seit der Vernichtung des Hauses Minwanabi zu mächtig
geworden. So wurde als Regierung ein Rat der Seiitaishogun gegründet,
in dem die Oberhäupter der sieben mächtigsten Häuser vertreten
waren und aus deren Mitte die Ämter des Kaiserlichen Kanzlers und
des Kaiserlichen Oberherren alle sieben Jahre gewählt wurden. Doch
auch der Rat der Shogun bekam mehr Rechte. Die dort sitzenden Shogun konnten
Entscheidungen des Rates der Seiitaishogun im nachhinein rückgängig
machen und durch ein kompliziertes Parteiensystem wurde dort nun mehr die
grobe Linie festgelegt, welche die Seiitaishogun dann vertreten mußten.
Die Regenzeit setzte vier Monate verspätet
ein und rettete das Volk vor einer Hungernot. Als der Königsdrache
zurückkehrte fand er ein Kaiserreich mit einem wieder entmachteten
Kaiser vor, was ihn in ungeheure Wut verfallen ließ, und eine Feindschaft
zwischen ihm und Hin-Fu auslöste, die zu vermuten ließ daß
der fehlende Regen vielleicht doch nicht ausschließlich auf den Willen
der Götter zurückzuführen war. Seit diesem Jahr wartet das
Reich auf den nächsten Zug des Königsdrachen, und Sezus Sohn
Imalti, 96. Licht des Himmels, versucht bis heute seine Position wieder
zu festigen.
Die Neuzeit
Da es Milamber, oder Pug von Stardock wie er heute
genannt wird, und den Erhabenen gelungen war den Feind zu bannen, und 30
Jahre später auch ihn zu vernichten, konnten zwischen den Welten wieder
Spalte geöffnet werden. 4142 wurde der erste Spalt in Holan-Qu für
den freien Handel freigegeben und nach und nach wurden weitere geöffnet.
Und mit ihnen entstanden die 'Spaltstädte', die zu Handelsgiganten
wurden, die vor Geld nur so überquollen.
Die Traditionalisten halten wie eh und je an den
drei Leitsätzen 'Expansion, Macht und Ehre' fest, und da man irgendwohin
expandieren muss wurde der Krieg mit der Konföderation von Thuril
wieder aufgenommen, der aber momentan zu einem reinen Geruillia und Stellungskrieg
ausartet.
Aber das war nicht der einzige Effekt. Heute, in
der Neuzeit, ist die Veränderung hauptsächlich Kulturell. Durch
den Kontakt zu einer ebenbürdigen, aber vollkommen andern Zivilisation
haben sich viele Sitten gelockert, die Menschen sehen nun daß sie
nicht unbedingt die Ehre eines Hauses benötigen und die Individualität
wird langsam entdeckt, auch auf der Seite der Frauen, die ab und zu anfangen
sich gegen die Unterdrückung aufzulehnen. Private Kriegerakademien
und sogar einige private Magieschulen wurden gegründet und die Händler
haben durch ihr Geld ihre Macht immer mehr vergrößert.
Der Rat spielt seine Spiele um Macht und Geld,
während der Kaiser seine Position zu stärken versucht. Händler
und Verbrecherbanden beherrschen die Städte, während immer mehr
midkemianisches Metall und midkemianische Sitten die Welt verändern.
Die Welt ist im Umbruch, und wer will kann ihr
seinen Stempel aufdrücken.
Doch das kann nur der Mutige.